5. Februar … einmal Navi bitte, für mein Leben…

Manchmal möcht man doch einfach auf den Tisch hauen, findet ihr nicht? Bis hier hin, mein kleines süßes Leben, aber dann ist Schluss! Du hattest deinen Spaß, können wir jetzt mal wieder etwas ernst werden? Ich mag dich wirklich sehr, aber jeden Tag ganz liebevoll von dir „eins auf die Fresse“ zu bekommen, ist nicht nett. Irgendwas läuft grad nicht so gut mit uns beiden, stimmt´s? Ich will nach links, du gehst nach rechts. Ich will zügig aber überlegt, du bleibst einfach stehen. Wie ein kleines, bockiges Kind, welches sich auf seinen Hosenboden setzt, die Unterlippe vorschiebt und nicht vor hat, sich noch einen Millimeter weiter zu bewegen. Was ist nur los mit dir? Kein Bock mehr auf vorwärts kommen? Kein Interesse mehr an Entwicklung? Nun, ganz ehrlich; deine Antwort ist mir egal! Ich hab da nämlich Bock drauf und Interesse dran und wenn ich dich mal an etwas erinnern darf; du bist mein Leben. Du gehörst mir! Also reiß dich mal wieder etwas zusammen und orientier dich mal wieder ein wenig an meiner Richtung, okay? Ich hab nämlich keine Lust mehr auf deine Faxen und auch gar keine Zeit dafür…

Geigt ihr eurem Leben auch manchmal die Meinung? Oder bin ich die Einzige, die mit erhobenem Zeigefinger vor dem Spiegel steht und voller Überzeugung ihrem Leben versucht, die Flausen auszutreiben. Ich lieb mein Leben, aber manchmal würd ich es gern fragen, ob es noch alle Latten am Zaun hat. Ich mein, ich bin flexibel; wenn es will, mal ich ihm die Latten auch pink an, so ist es nicht. Aber WO die Latten am Zaun hängen, das entscheide immer noch ich…

isolated-2358542_1920

Werbeanzeigen

4. Februar … kann so ein Kopf platzen oder fühlt sich das nur so an?

Wer Kinder hat, kennt es wohl; wenn sie krank sind, bleiben sie daheim. Dann werden sie gepflegt, ein wenig verwöhnt, irgendwie genießt man – so weit möglich – sogar ein wenig die Zweisamkeit. Bei uns hat das Jahr mit einer Ferienwoche angefangen – wie bei allen anderen Schulkindern. Ich war also mit meinen Jungs daheim. Dann gab es zweimal Schneefrei – Schule geschlossen wegen zu viel von dem weißen Zeug da auf der Strasse. Ich war wieder brav daheim mit meinen Kindern. Zu guter letzt erwischte uns Magen – Darm, wodurch ich wieder nicht aus dem Haus und zur Arbeit kam.

Mein Gedanke am Wochenende war: „Jetzt sind wir alle wieder fit, jetzt greifen wir es an!“ Denkste! Gestern Abend bin ich mit über 40 Fieber ins Bett gekrochen. Kam schlagartig, mit sämtlichen Kopf – und Gliederschmerzen. Zack – ausgeknockt. Fieber ist zum Glück etwas runter aber ich fühle mich, als hätte ich in der Schrottpresse geschlafen. Das wird eine dicke Erkältung, wenn ich Pech hab Grippe. An daheim bleiben ist aber nicht zu denken. Mein Chef springt im Dreieck, wenn ich heute wieder nicht auftauche in der Arbeit. Also Zähne zusammen beißen und den Tag durchstehen. Ich bin nur froh, hat es diesmal mich erwischt und keins der Kinder. So viel Ausfall wie bisher dieses Jahr hatten wir noch nie. Da ist der Wurm drin, irgendwie…

winter-3962317_1920

3. Februar … und irgendwann werden wir sagen: es war hart aber schön…

Die Bilanz von dieser Woche verschlechtert sich zusehends. Zur dicken Stromrechnung gesellt sich inzwischen ein Badezimmerfenster, welches mein Sohn mit der bloßen Faust eingeschlagen hat. Glück im Unglück; er hat sich nicht verletzt und nur das innere Fenster zerstört. Allerdings geh ich mal davon aus, dass das Sichtschutz – Glas nicht gerade billig wird. Einen dicken Schnupfen hab ich auch noch über Nacht bekommen; läuft, würd ich mal sagen…

Immerhin, es hat massig geschneit über Nacht; ich werd heute meine neuen Stiefel ausprobieren können. Gestern Regen den ganzen Tag, bis der Garten unter Wasser stand. Heute wacht man auf und es hat locker zehn Zentimeter geschneit. Verrücktes Wetter, wenn ihr mich fragt. Aber was ist heutzutage schon noch normal. Wäre ich normal, wie mich die Welt da draußen gern hätte, dann wäre mein Großer jetzt endlich auf dem Weg ins Heim. Wegsperren, ruhigstellen; damit er endlich nichts mehr kaputt machen kann. Und damit er von seiner restlichen Kindheit nichts mehr mitbekommt… Und mein Kleiner würde endlich vollgepumpt werden mit Ritalin, damit er der Frau Lehrerin nicht mehr so viel Arbeit macht und endlich mit seinem niedlichen kleinen Hinterteil am Stuhl kleben bleibt. Ganz normal eben, so wie die Gesellschaft es als normal empfindet. Und ich würde endlich Vollzeit für Mindestlohn buckeln gehen; hab ja dann genug Zeit, wenn das eine Kind irgendwo im Heim vor sich hindämmert und das andere endlich still ist. So einfach kann es sein und ich bin immer noch so blöd, dass ich nicht normal sein will. Warum eigentlich? Warum lehne ich das Angebot vom Jugendamt ab, mir auf Kosten des Staates regelmäßig jemanden vorbei zu schicken, der mir die Kinder abnimmt, um mich zu entlasten? Weil ich mich frage; wie viel Zeit für mich selbst brauch ich denn noch? Weil es mir nicht genügt, meinen Kindern beim Schlafen zuzusehen. Weil ich nicht Kinder bekommen habe, um die Pharmaindustrie durchzutesten, mit welchem Medikament meine aufgeweckten Lausbuben am stillsten werden.

Wenn das Normalität ist, dann bleib ich gerne die kleine, widerspenstige Mutti, die nicht einsehen will, was gut für ihre Kinder ist. Irgendwie bekomm ich das kaputte Fenster auch noch finanziell unter, das kann man bezahlen. Was man nicht bezahlen kann, ist eine bewusst erlebte Kindheit. Erinnerungen, die meine Kinder grade erleben und für später konstruieren. Ganz unverfälscht, ganz klar im Kopf ohne irgendwelches Gift im Blut. Verdammt, ich bin echt nicht normal…

glass-1497227_1920

 

2. Februar … wenn der Postmann klingelt…

Da gönnt man sich einmal schöne Stiefel aus einem Super – Sonderangebot und Zack; paar Tage später bekommt man die Quittung. Jahresabrechnung Strom. Wie gut die Investition in einen Wäschetrockner ist, merkt man spätestens bei der nächsten Jahresstromabrechnung. Gibt es hier bei „WordPress“ eigentlich wirklich keinen Smiley, der Tränen lacht? Der fehlt mir hier manchmal…

Nun, jedenfalls ist jetzt mal wieder Sparen angesagt. Bei dem Gedanken hab ich gleich mal meinen geliebten alten Polo getätschelt und ihm nahegelegt, vorübergehend mal nicht kaputtzugehen. Sicher ist sicher. Wobei; kennt ihr das; wenn es mal nicht mehr so läuft, dann geht es bergab. Und wenn es bergab geht, dann manchmal rasant. Ich hoffe nur, unser etwas unglücklicher Lauf zur Zeit endet bald wieder. Ich hab grad keine Zeit für kleine bis mittlere Katastrophen. Aber ich denke mal, die hat niemand, wenn es mal soweit ist. Wünscht sich ja auch keiner. Und da man sich ja meistens das ins Leben zieht, was man am meisten fürchtet, beende ich das Thema auch gleich wieder. Ich bin mir sicher, das legt sich jetzt alles langsam und dann ist Ruhe. Ganz bestimmt. Sonst müsste ich ja noch fürchten, uns wird langweilig… 😉

sunset-3958848_1920

1. Februar … das wird heut wieder nix…

Gestern kam mein kleiner Sohn abends vom Hort nach Hause, kreideweiß im Gesicht. Ging fast wortlos an mir vorbei, schlich sich ins nächste Bett, rollte sich unter einer Decke ein und blieb dort verschwunden. Auf meine Frage, was los sei, kam nur kurz und knapp „Bauch“. So kam er noch nie nach Hause und ins Bett geht er auch nicht freiwillig. Seine Stirn fühlte sich heiß an. Ein Glück, es war Donnerstag; unsere Kinderärztin ist da auch abends da. Ein Anruf bei ihr ergab, dass sie ausgerechnet jetzt nicht abends da war. Also Vertretung suchen und ab zum Arzt. Nach knapp zwei Stunden war mein kleiner Mann wieder im Bett. Wahrscheinlich hat er sich doch noch Magen – Darm eingefangen. Damit ist die Woche wohl gelaufen…

Der erste Monat ist rum und ich häng in meinem Zeitplan hinterher. Es ist verhext. Noch mehr strampeln geht gar nicht. Und das, obwohl ich den Kontroller meiner xBox dieses Jahr noch nicht einmal angefasst habe. Ich brauch dringend einen  neuen Plan, was meine Zeiteinteilung betrifft. So wird das nichts! *lach*

Dann putz ich eben meine Wohnung, schadet sicher nicht. Und wie immer lass ich mich nicht ärgern, dass mal wieder meine Pläne für heute durcheinander gebracht wurden. Mit etwas Glück schläft der kleine Patient mal und dann hab ich die Qual der Wahl; Badewanne oder eine Stunde Chemie pauken? 😉

ill-298908_1920

31. Januar .. zur falschen Zeit am falschen Ort…

Jetzt hat nicht nur mein Sohn neue Sportschuhe und ich neue Arbeitsschuhe; ich bin jetzt auch stolzer Besitzer neuer Winterschuhe. Manchmal kann man mich echt nicht alleine lassen. Es ist aber auch gemein, dass man vor meiner Nase Echtleder – Stiefel von 100 auf 25 Euro runtersetzt. Ein einziges Paar, genau meine Größe. Seufz. Ich musste mich opfern. Und das, obwohl ich – ganz untypisch Frau – für jede Jahreszeit im Durchschnitt ein paar Schuhe hab. Die nächste Zeit werd ich mich jetzt brav von Schuh – und Klamottenläden fernhalten, versprochen…

Mir wär es ja auch langsam recht, ich könnte die Winterstiefel einmotten. Das ist doch viel zu kalt da draußen. Frühling und etwas Wärme wäre mir viel lieber. Würde es Schnee in warm geben, ich fänd ihn toll. Mein großer Sohn liebt Schnee, der scheint da keine Kälte zu spüren. Fast schon beneidenswert, der ist nicht so eine Frostbeule wie seine Mama. Wie ist es mit euch? Schnee oder Sonne satt? Warm oder kalt?

fog-3196953_1920

 

30. Januar … unser tägliches Chaos gib uns heute…

Irgendwie dachte ich ja tatsächlich, dieses Jahr wird es besser. HAHA, ich darf mal schallend lachen! Ich steck schon wieder in so vielen Terminen, normal ist das nicht. Grad hab ich die Kinder in die Schule gefahren, danach wollte ich kurz einkaufen. Ging auch soweit gut bis zur Kasse. Wollte meine Artikel nach dem Scannen einpacken, schon die erste Milch war mit irgendwas klebrigem, intensiv riechenden vollgeschmiert. Der Weichspüler war ausgelaufen! Ich gehör ja nicht zu denen, die so eine Flasche aufschrauben und dran riechen. Ich gehör da eher zu den Exoten, die sich eine Flasche suchen, die noch versiegelt ist. Ich mag das nämlich nicht, wenn da fremde Menschen ihre Nase schon in meine zukünftige, duftende Wäsche gesteckt haben. Nun, ich weiß jetzt, wie mein Weichspüler riecht – und mein restlicher Einkauf auch. Mal was anderes…

Jetzt eben schnell Haare gewaschen, dann gehts ab in den Hort vom Kleinen. Seine Gruppe zieht nach Fasching um, die neuen Räume werden heute vorgestellt. Das macht dann innerhalb von 6 Tagen drei Besuche in den Horteinrichtungen meiner Kinder; und nein, das ließ sich nicht anders organisieren, klappt jedes Halbjahr nicht, das vernünftig zu lösen. Und danach muss ich mir endlich Arbeitsschuhe kaufen gehen. Die bestehen aus deutlich mehr Loch in der Sohle als Material. Und mein kleiner Sohn hat es jetzt tatsächlich auch noch geschafft, einen seiner Sportschuhe zu verschusseln. Irgendwann, da bin ich langsam überzeugt davon, irgendwann kommt der kleine Kerl ohne Kopf nach Hause; dann müsste ich wenigstens keine Mützen mehr kaufen, die hat er nämlich auch schon wieder alle verbummelt…

jam-3065150_1920