11. Januar … jeder sollte erst mal vor seiner eigenen Tür Schnee schippen…

So, jetzt hat es uns so eingeschneit, dass die Schule heute zu bleibt. Es hat zwar nicht mehr ganz so viel geschneit, aber die Schneemassen kommen teilweise ziemlich schnell und schwer von den Dächern und Bäumen runter, dass es wirklich gefährlich werden kann. Gestern stand, während ich arbeiten war, mein Auto dort im Hinterhof. Zweimal ist so eine kleine Dachlawine auf meinem Auto gelandet. Und zwar mit einem solchen „rums“, dass ich jedes mal aufgeschreckt bin. Hätte da, wo mein Auto stand, ein kleines Kind gestanden – nicht auszudenken. Also wohl die richtige Entscheidung, die Kinder daheim zu lassen. Verschieb ich mein Referat für meine Deutschhausaufgaben eben auf nächste Woche. Jetzt geht es erst mal ins verlängerte Wochenende mit den Kids.

Und da es mir in letzter Zeit wieder sehr auffällt; manche sollten aufhören, ihr eigenes Befinden von anderen abhängig zu machen. Niemand außer euch selbst ist dafür verantwortlich, wie es euch geht. Niemand! Jeder muss sein Glück schon selber finden und nicht in die Anwesenheit anderer Menschen interpretieren. Letztendlich ist das einfach nur Verantwortung abgeben und zugleich auch die Entscheidung, selbst nichts dafür tun zu wollen. Was schön einfach klingt, mag es vielleicht sogar auch sein, wird aber zu nichts führen. Sucht euer Glück – oder eure Zufriedenheit – bei euch selbst, nicht bei anderen!

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10. Januar … manchmal möchte man doch einfach nur ehrlich sein…

Manchmal wünsch ich mir, hier alles ganz offen schreiben zu können, was mir so am Herzen liegt, auf den Keks geht oder einfach „frei Schnauze“ die Meinung sagen. Was ich ja auch immer mache, wenn es mich selbst betrifft oder Menschen, deren Identität man einfach außen vor lassen kann. Aber es gibt auch Dinge, da kann man nicht einfach hier loslegen und man knallhart ehrlich sagen, was Sache ist. Was ich grad extrem schade finde, denn ich hätte wirklich Lust dazu. Mein kleiner, persönlicher Albtraum auf Arbeit wird wahr und ich kann nichts dagegen tun. Allein der Gedanke daran hat mir eine schlaflose Nacht beschert. Und DAS gibt es bei mir extrem selten, dass ich keinen Schlaf finde. Zu allem Übel hat es uns dann auch noch über Nacht eingeschneit. Es wird spannend, wie ich hernach auf Arbeit komm bei dem ganzen Schnee. Und das, obwohl ich da noch nicht mal wirklich hin will heute…

Nun werd ich aber lieber still sein, bevor ich hier Dinge ausplauder, für die mir mein Chef den Hintern versohlen möchte. Und jetzt geh ich mein auto ausschaufeln. 😉

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9. Januar … es ist allein deine Entscheidung, was aus dir wird!

„Es sind nicht die äußeren Umstände, die das Leben verändern. Sondern die inneren Veränderungen, die sich im Leben äußern.“ Unbekannt

Wenn wir verstanden haben, dass nicht das Leben aus uns gemacht hat, was wir heute sind, sondern unsere Reaktionen darauf, dann können wir lernen. Lernen, bewusster zu reagieren, zu handeln und mit verschiedenen Situationen umzugehen.

Man sagt immer, ein Kind, welches auf eine eingeschaltete Herdplatte fasst, wird sich verbrennen. Es weiß danach, was heiß ist und wird das nie wieder tun – einfach drauf fassen. Aber irgendwann wird auch dieses Kind lernen, auf einem Herd zu kochen, ohne sich zu verbrennen. Also wenn die Liebe mal verletzt hat, dann liegt es nicht an der Liebe, sondern an einem der beiden Menschen, die geliebt haben und mindestens einer ist mit der Liebe falsch umgegangen. Es nie wieder zu versuchen, weil es einmal verletzt hat, wäre ein großer Irrtum. Und genauso ist es mit allen Dingen im Leben; es kommt nicht drauf an, ob etwas gut oder schlecht wird – entscheidend ist und bleibt immer, wie wir mit dem Ergebnis umgehen…

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8. Januar … die Arbeit ruft…

Ehrlich, aber ich finde, die Zeit rast schon wieder! Und der neue Kalender ist schon wieder voller Termine. Auch manche Menschen scheinen sich wirklich nichts für das neue Jahr vorgenommen zu haben. Andere denken wenig, bevor sie reden. Es ist also alles beim Alten, auf manches kann man sich halt doch verlassen…

Heute geht es endlich wieder auf Arbeit. Ich freu mich drauf, auch wenn es wohl wieder stressig wird. Vermisst hab ich es schon und ich hoffe, mein Knie wird nicht gleich wieder so schlimm wie vorher. Wir stehen und laufen ja den ganzen Tag auf Arbeit, da wird sich schnell rausstellen, ob es meinem Knie besser geht oder nicht. Ich hab auf jeden Fall keine Lust, wieder daheim bleiben zu müssen. Die letzten Wochen haben mir gereicht und ich bin wieder ein Stück dankbarer, überhaupt einen Job zu haben – egal welchen.

So, jetzt aber flott. Sonst komm ich gleich am ersten Tag zu spät!

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7. Januar … was kommt, wird auch wieder gehen…

Das war dann gestern mal nichts mit Schlittenfahren. Es hat den ganzen Tag geregnet und der Schnee schmolz uns quasi unter dem Hintern weg. Des einen Leid, des anderen Freud; ich fand es prima, nicht wieder knietief im Schnee stehen zu müssen. Die Kinder fanden es eher doof. Bleibt zu hoffen, dass noch mal Schnee liegen bleibt diesen Winter; Omas Schlittenberg ist schon eine rasante Abfahrt und jedesmal ein kleines Abenteuer für die Jungs.

Da ist sie dahin, die erste Woche vom neuen Jahr. Ohne größere Vorkommnisse, still und leise schlich sie vorüber. Trotz Ferien der Kinder hab ich ein paar Dinge geschafft. Bis März hab ich jetzt auch die xBox stillgelegt. Da kommt das nächste Spiel raus, welches mich interessiert, bis dahin wird jetzt mal nicht gezockt. Nicht, weil ich zu viel Zeit damit verbringe, sondern damit ich mich ganz bewusst mal eine Zeit lang nur mit dem wesentlichen beschäftige.

Zu guter letzt hat sich noch ein für mich sehr wichtiger Mensch aus meinem Leben ausgeklinkt. Wird eine Weile weh tun, bis ich mich damit abgefunden habe, mir fällt dazu grad ein Lied von Rosenstolz ein: „Ein anderes Gefühl von Schmerz…“ Er wird vergehen, dieser Schmerz, wie alles andere auch. Und immer mehr wird für mich spürbar, wie unwichtig für mich das Außen geworden ist. Freunde, wirkliche Freunde die ein Stück weit teil des eigenen Lebens werden, hat man ja wenige. Und mehr braucht man eigentlich nicht, wenn man nichts mehr im Außen sucht. Wenn man sich dessen bewusst ist – alles, was man zum Leben braucht, trägt man in sich selbst! Und wer denkt, mir sei inzwischen alles gleichgültig, der irrt. Es gibt Menschen da draußen, für die ich jederzeit wieder meine Rüstung anzieh und mein Schwert erhebe – so sehr ich das in Zukunft auch vermeiden wollte, aber dazu bin ich immer bereit!

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6. Januar … die Könige aus dem Morgenland…

„Heut kommen die bunten Könige, ich glaub es waren drei. Stimmt´s, Mama?“ Mein Sohn merkt sich ja alles, aber manchmal kommen witzige Dinge bei raus, wenn er ohne groß nachzudenken sagt, was er denkt. Aber er hat recht, heute ist Heilige – Drei – Könige – Tag. Wir werden heute – mal wieder – Schlitten fahren gehen. Hilft ja nichts, der Schnee liegt jetzt und wer weiß, wie lange. Allerdings fahren wir heute zur Oma, die hat einen prima Schlittenberg in der Nähe, den bin ich als Kind schon runter gesaust. Und wenn die Kinder dann genug vom Schnee haben, gibt es bei Oma Kaffee, Kakao und den Königs – Kuchen. Kennt ihr den? Gab es bei uns daheim schon immer. Da wird aus Hefeteig eine etwas größere Kugel geformt, die kommt in die Mitte. Drum herum kommen kleinere Kugeln aus Teig. Und in irgendeiner der kleineren Kugeln steckt eine kleine, weiße Plastikfigur, die wie ein König aussieht. Wer die beim Essen findet, ist König und bekommt die goldene Pappkrone auf den Kopf. Tatsächlich habe ich in 39 Jahren exakt ein einziges mal den König gefunden; als Kind ist es mir nie gelungen. Hab ihn dann aber brav wieder unbemerkt zurück in den Kuchen gesteckt, damit ihn eines der Kinder findet. Die freuen sich mehr über ein Krönchen als ich…

Ein wenig froh bin ich schon, morgen geht die Schule wieder los, es kehrt hier wieder ein wenig Ruhe ein. Ab Dienstag geht es wieder auf Arbeit – endlich! Und Schnee muss ich dann auch erst mal nicht mehr jeden Tag hautnah erleben. Herrlich, es geht ab zurück in die Normalität. Dann geht bald der Faschingstrubel los. Das wird auch wieder spannend. Allein die Kostümwahl meiner Kinder ist jedes Jahr ein Spektakel. Da hab sogar ich als bekennender Faschingsmuffel meinen Spaß dran… 😉

 

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5. Januar … Schneeflöckchen, Weißröckchen…

Bei uns schneit es seit zwei Tagen und letzte Nacht hat es auch nicht aufgehört. Alles Puderzucker – Weiß da draußen. sieht herrlich aus, wenn man aus dem Fenster schaut. Und durch die Scheibe, in der warmen Wohnung, sieht Schnee echt toll aus. Aber ehrlich gesagt; ich hasse Schnee! Kalt, nass und irgendwann nur noch schmutziger Matsch. Mein großer Sohn liebt Schnee. Der kommt bei solchem Wetter höchstens mal kurz rein, wenn er aufs Klo muss. Ansonsten räumt er irgendwo in der Nachbarschaft Schnee. Schlittenfahren hat gestern auch schon geklappt, da kam sogar der kleine Bruder mit. Der hasst Schnee genauso wie ich. Der ist aber auch so dünn, er klappert immer von Kopf bis Fuß vor Kälte. Dem kann man anziehen, was man will, früher oder später ist ihm kalt. Für heute hat er schon angemeldet, dass er nicht mitkommt, wenn wir zum Schlittenfahren gehen. Und ich kann ihn sooo gut verstehen!

So verschieden sind die beiden. Was der eine liebt, hasst der andere. Was dem einen eine Freude, ist dem anderen ein Graus. Schon als die beiden auf die Welt kamen – erst der Große, blond, dann der Kleine, ganz dunkel, hab ich dem Kleinen damals die Stirn geküsst und leise gesagt: „Jetzt hab ich den Tag und ich hab die Nacht.“ So verschieden waren die beiden, von Anfang. Nicht nur optisch, auch vom Wesen her. Ich hatte von Anfang an die beiden Helden Siegfrid und Gernot aus „Der Ring der Nibelungen“ im Kopf. Der eine zart und still, der andere groß und stark, rebellierend. Und manchmal denke ich mir, wie Menschen wohl allgemein zu dem werden, was sie irgendwann sind, wenn zwei Brüder – die auf die selbe Art und Weise groß werden – so verschieden werden. Es ist halt letztendlich jeder von uns ein Individuum und wird zu dem, was ihn ausmacht. Was aber auch bedeutet, dass jeder von uns etwas anderes kann, will und braucht…

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