21. April … wie wird man eigentlich spirituell?

„Ich hab mir so viele Bücher gekauft, sogar CD´s, aber bisher nichts davon gelesen oder angehört. Wie werde ich trotzdem spirituell?“

Ihr glaubt gar nicht, wie oft ich das höre. Vorweg bitte mal das:

Spirituell: geistig / geistlich.

Spiritualität: vom lat. „spiritus“ = Geist / Hauch

Es geht also rein um unseren Geist; etwas, das jeder in sich trägt. Das einfachste ist, man verbindet sich damit und lässt sich davon leiten. Wenn mir also jemand sagt, er hat stapelweise Bücher und weiß nicht, wo er anfangen soll, dann bekommt er von mir den Rat; wirf sie weg! Alle! Denn es wird nirgendwo auf dieser Welt ein Buch geben, in dem steht, wer du bist, was dich ausmacht oder wo du hin willst. Wenn man einfach diesen Geist in sich findet – und bei mir sprach er aus meinem Herzen – dann folgt man ihm. Man fängt an, in sich reinzuhören, solange, bis man selbst die Stille in sich hören und vor allem ertragen kann. Wenn der Kopf nicht mehr studiert, der Verstand nicht mehr reinpfuscht, dann folgt man seinem Geist. Und letztendlich tragen wir alles, was wir brauchen, in uns selbst; wir müssen uns nur erinnern…

Und bevor irgendjemand spirituell, esoterisch oder sonstwas werden will; am besten wird man erst mal man selbst. Auch wenn ich mittlerweile in viele Ecken bzw. Nischen reinpassen würde; ich bin in meinen Augen nie spirituell oder sowas geworden, sondern nur ich selbst. Bewusst, selbstliebend und ohne zurück…

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20. April … ein Mahnmal für die Dummheit!

Ganz lieben Dank erst mal für die ganzen Osterwünsche gestern. Nun, was soll ich sagen? Zum einen; wer mir noch „Frohe Ostern“ wünscht, der hat zwei Dinge ganz sicher nicht verstanden; weder mich noch das, was ich hier schreibe!  Was ich nicht verstehe; warum wünscht man am Karfreitag Frohe Ostern? Zumal Ostern das Fest der Auferstehung ist und Jesus am Karfreitag gekreuzigt wurde. Verstehe ich jetzt „eure“ Religion falsch oder ihr? Und ja, ich bin auf dem Papier Christ, ich habe das nie geändert für den Fall, dass ich mal Kinder habe. Da wir evangelisch sind – und das finde ich das kleinste Übel ehrlich gesagt unter den Religionen – und ich meinen Kindern sogenannten Ethik – Unterricht ersparen wollte, bin ich aus der Kirche nie ausgetreten. Meine Kinder sollen ihren eigenen Glauben finden; selbst wenn es der christliche ist. Glaube steht jedem Menschen frei, den muss jeder für sich selbst finden…

Ganz anderes Thema; gestern sind wir mit unserem Besuch quer durch unseren schönen Wald zum Bunker rüber gewandert. Meine Kinder und ich sind oft in dem Wald, Natur pur, herrlich. Fakt ist, dass dieser Bunker im 2. Weltkrieg durch Hitler gebaut wurde und dafür in den Wäldern rundum Lager angelegt wurden für die Häftlinge, welche unter schlimmsten Bedingungen diesen riesigen Bunker errichten sollten. Der Bau wurde nie fertig und Kriegsende von den Amerikanern gesprengt. (wen es interessiert; Weingut 1 googeln, da findet man viel Material über diese Bunkeranlage).

Jedenfalls fielen viele Gefangene diesem Bau und den katastrophalen Umständen zum Opfer. Man hat die Toten in unseren Wäldern in Massengräbern verscharrt. Diese wurden nach Kriegsende ausgehoben und die Toten würdig umgebettet. So weit, so gut und alles nachvollziehbar. Nun kam man auf die Idee, dieser ganzen Geschichte ein Denkmal zu widmen und aus unserem geliebten Wald wurde letztes Jahr eine Baustelle. Zwar war diese auch letztes Jahr wieder fertig gestellt, ich mied aber weiter diesen Wald. Irgendwas in mir sagte mir, dass ich da nicht mehr hin möchte.

Heute nun endlich hab ich mich zurück in meinen Lieblingswald in unserer Gegend gewagt und was soll ich sagen! Seht selbst:

 

Was von diesem Kriegsverbrechen wird ungeschehen, wenn man unseren Wald zerstört, Beton – der den meisten Häftlingen damals übrigens zum Verhängnis wurde beim Bunkerbau – in rauen und hässlichen Mengen in den Wald kippt und dem ganzen dann den mahnenden Namen „Gedenkstätte“gibt? Was stimmt mit euch nicht, die ihr euch das ausgedacht habt? Ich meine, Gedenken und Erinnern – schön und gut, auch wenn es irgendwann mal auch wieder gut sein sollte – aber was kann mein Wald da dafür??? Ihr reißt sinnlos Bäume raus, damit ihr euren Beton da hin kippen könnt und wenn ihr fertig seid, pflanzt ihr einfach neue Bäume? Warum dürfen so dumme Menschen wie ihr eigentlich in meinem Land Entscheidungen treffen???

Wisst ihr, was mich am meisten stört? Die Natur ist in vielen Dingen unser Vorbild; was haben wir nicht schon alles aus der Natur kopiert, nur weil es schlichtweg genial ist? Und was hat die Natur mit dem Ort eines Kriegsverbrechens gemacht? Richtig, sie hat „Gras“ drüber wachsen lassen. Gräser, Sträucher, junge zarte Bäume, Waldblumen. Sie hat nichts von den Mauerresten zerstört, nur liebevoll umarmt und ein wenig begrünt; sie hat in ihren Schoß aufgenommen, was ihr ohnehin einst gehörte und versucht, das Beste daraus zu machen. Nicht vergessen, zerstören, vernichten, sondern sanft in das Heute integrieren, zum Gedenken bestehen lassen. Und dann kommt der Mensch, mit seinem „Gewissen“, fühlt sich verpflichtet, irgendwas da hinzustellen, was jedem mitteilt; seht her, es tut uns leid! Es tut uns und unserer jetzigen Generation leid, dass ein wahnsinniger damals an die Macht kam, obwohl von uns keiner was dafür kann! Und dann reißen sie die alte Wunde wieder auf und holzen den ganzen Wald ab; den einzig wirklichen Zeitzeugen von damals, dem Erdboden gleichgemacht. Mal abgesehen, wie viele Insekten und Kleintiere in diesem Gehölz gelebt haben; warum reißt man Mutter Erde den Leib auf, nur weil der Mensch vor über 70 Jahren was verbockt hat? Ganz ehrlich; das sind die Dinge, die mich dazu gebracht haben, mich von der Menschheit abzuwenden. Ihr habt nichts gelernt, gar nichts und daran wird kein einziges Denkmal oder Mahnmal etwas ändern…

 

19. April … wenn Feuer reinigt…

Karfreitag. Der Tag, an dem der gute Christ der Kreuzigung Jesus gedenkt. Und das Ganze möglichst still und leise. Ich hab nichts gegen Glaube, im Gegenteil; Glaube ist wichtig, er kann uns sehr stark machen. Was mich immer wieder irritiert ist Religion. Es gibt Menschen, die da unglaublich viel Kraft daraus schöpfen, was an und für sich was schönes ist. Und doch versteh ich es nicht; da hat der Mensch so eine unsagbare Kraft in sich – seinen Glauben – und was macht er damit? Er lässt sich vorgeben, wie er zu glauben hat – von einem Buch! Und dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob das die Bibel, der Koran oder sonstwas ist. Die meisten Menschen werden von Geburt an mit einem vorgefertigten Glauben geprägt; einer Religion…

Interessant finde ich auch Notre – Dame; brennt kurz vor Ostern mal eben aus. Übrigens eine der schönsten Kirchen – oder besser gesagt Kathedralen – die ich je gesehen habe. Eher fassungslos hat mich die Tatsache gemacht, dass der Brand noch nicht mal ganz gelöscht war, da haben schwerreiche Unternehmen schon verlauten lassen, wie viele Millionen sie zum Wiederaufbau spenden. Innerhalb kürzester Zeit kamen um die 700 Millionen Euro zusammen. Einfach mal so! Um ein Gebäude wieder aufzubauen! Nicht falsch verstehen, ich finde Notre – Dame wunderschön; ich liebe gotische Bauwerke. Aber während wir hier unseren Festschmaus für Ostern planen, hungern immer noch Millionen Menschen auf dieser Welt. Zum Teil herrschen katastrophale humanitäre Zustände und ja, deren Beseitigung mag nicht nur rein finanziell ein Problem sein. Und doch kommt es mir so vor, als wären die Prioritäten auf dieser Welt irgendwie nicht mehr nachvollziehbar. Wer immer noch behaupten will, es läuft alles rund auf dem Planeten Erde, der hat in meinen Augen ein Problem; ein sehr großes! Der Rettungsplan für ein hunderte Jahre altes Gemäuer steht innerhalb weniger Stunden, während wir ein wirklich wichtiges Problem nie in den Griff bekommen werden; weltweiten Hunger. Wisst ihr was? Da bleib ich lieber bei meinem eigenen Glauben und dem uralten Wissen meiner Seele, bevor ich mich einer Religion unterwerfe!

Übrigens; wie zu damaliger Zeit üblich wurde auch durch Notre – Dame die Hexenverbrennung betrieben. Genaue Zahlen sind da heute nicht mehr bekannt, aber es waren sehr sehr viele und jeder davon ist ein meist sehr unfairer Prozess vorangegangen…

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18. April … was ich nicht bin, kann ich nicht sein!

… eine Menge zu tun gibt es zur Zeit für meine Energien. Schon seit Anfang des Jahres hab ich mit mir selbst gehadert; mach ich es oder mach ich es nicht? Wollt ich nicht weg von dieser dunklen Seite in mir? Von meiner Finsternis fort, von meinen schlafenden Dämonen, von dieser schwarzen Ader in mir. Manchmal versucht man, so sehr das zu sein, was man glaubt, sein zu wollen, bis man sich selbst vermisst. Diese leise Sehnsucht in mir spür ich schon eine ganze Weile und ich hab sie immer wieder besänftigt; nicht jetzt, noch nicht. Zwar wurde die Sehnsucht ganz still aber sie blieb. Frederik, mein Schädel, begleitet mich schon seit zwei Jahren, er ist der dritte Gefährte seiner Reihe, den ich habe. Auch ihn besänftige ich schon lange; er will arbeiten und ich scheute es lange. Aber jetzt, jetzt habe ich seinen Gefährten gefunden und die beiden vereint; Frederik und Leviathan. Magisch, die beiden. Und nun hab ich ihnen Aufgaben gegeben und für ihre Erfüllung werden sie fordern. Ein neuer Pakt, nach 24 Jahren geh ich nochmal diesen Weg. Mag sein, wir entwickeln uns immer weiter; lernen, üben, wachsen. Aber letztendlich werden wir doch immer nur wir selbst sein…

… und manchmal müssen wir uns eingestehen, dass wir etwas nicht können. Auch wenn wir es noch so sehr wollen; wenn wir es einfach nicht hinbekommen, dann müssen wir es irgendwann aufgeben. Manches gehört einfach nicht zu uns und wenn wir von selbst nicht darauf kommen, dann zeigt uns manchmal das Leben, was nicht unser ist. Die Zeichen, welche uns das Leben gelegentlich gibt, muss man halt auch erst mal verstehen. Wobei ich eines schon lange gelernt habe; selbst wenn wir etwas unbedingt wollen – wenn es nicht zu uns gehört, dann werden wir es auch mit Gewalt nicht schaffen…

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17. April … Liebe schenken, nicht verstehen…

Heute vor 27 Jahren war ich das erste mal verliebt! Eine ganze Woche hielt das Glück, dann war es vorbei ( ich hätte jetzt wirklich gerne endlich Smilies hier, den, der Tränen lacht bitte!). Und dann tat es weh, furchtbar weh, Herzschmerz vom Feinsten! Ich dachte, mein Herz geht kaputt und es würde nie wieder jemanden auf dieser Welt für mich geben, den ich so lieben könnte. Dabei hatte ich die Liebe noch gar nicht verstanden und vom wirklichen Schmerz wusste ich noch nicht viel. Zwei Jahre später lernte ich die wirkliche Liebe kennen und mit ihr kam der wahre Schmerz. Acht Jahre dauerte der Kampf um den Menschen, den ich liebte…

Heute weiß ich, dass man für Liebe niemals kämpfen muss, mehr noch, kämpfen kann! Für Frieden kämpft man auch nicht. Als Kind hab ich schon um die Liebe meiner Mutter gekämpft; verbissen, mal laut, mal mit viel Tränen, manchmal leise und stumm leidend. Ich hab sie halt nicht verstanden, die Liebe und immer geglaubt, wenn man sie nur lange genug einfordert, dann bekommt man sie auch. Ich bin mir nicht sicher, ob mich in diesem Leben schon mal jemand aufrichtig geliebt hat, meine Mutter sicher auf ihre Art und meine Kinder bestimmt auch aber sonst…

Was mich mein ganzes Leben lang zutiefst verletzt hat und ruhelos durch die Gezeiten hetzen ließ, ruht heute friedlich in mir. Weil ich weiß, wie sehr ich mich inzwischen lieben kann und mir dieser Frieden mit mir selbst weit mehr wert ist, als die Liebe von jemand anderem. Denn meine eigene Liebe und die meiner Kinder muss ich nicht hinterfragen; ist sie echt, wird sie halten, ist sie es wert, erwidert zu werden? Zwar weiß ich, dass ich heute durchaus einen Mann lieben könnte, ohne diese Gedanken zu haben und doch fühle ich mich dafür im Moment nicht frei genug…

Die Liebe; wer sie verstehen will, wird sie hinterfragen und beginnt damit schon, sie zu zerstören! Sie ist etwas, das man geben kann, von Herzen und nehmen kann, fürs Herz. Man sollte immer ein wenig auf das Gleichgewicht achten und niemanden weitaus mehr lieben als sich selbst. Denn wenn es vorbei geht, dann verliert man auch den größeren Teil und dann tut es wieder weh… Wenn man ihr begegnet, der Liebe, dann sollte man sie leise dankend annehmen und ihr einfach nur Raum geben um sein zu können, mehr nicht. Man muss nicht alles verstehe, manches kann man einfach nur annehmen, behüten und bewahren. Und in seiner reinen Form zurückschenken…

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16. April … Zockerpause…

Was macht einen doofen Tag zu einem saudoofen Tag? Wenn einem nachts beim Zocken dann noch die Konsole durchbrennt… Ja, ich weiß, gibt schlimmeres. Für mich war es gestern der krönende Abschluss von einem bescheidenen Tag. Mit dem Sägen geht immer noch nichts vorwärts; obwohl ich jetzt wieder und wieder neues Material gekauft habe, funktioniert es einfach nicht. Langsam echt zum Haare raufen; da investiert man ein kleines Vermögen und dann kann man nicht viel anfangen mit den ganzen Sachen…

Ich hab das sägen also gestern mal wieder sein lassen, leicht angefressen. Frustzocken hab ich dann gemacht, zumindest solange, bis mich meine Nachbarin mit ihrer primitiven Art auf sich aufmerksam gemacht hat. Die hat mich gestern im falschen Moment erwischt, da war ich dann mal nicht mehr so freundlich. Nachdem dann abends die Kinder im Bett waren, hab ich mich nochmal hinter meine xBox geparkt, da richte ich keinen Schaden an, dachte ich zumindest. Hab die Mission nochmal angefangen, die ich nachmittags zeitlich nicht fertig bekommen hab und mitten im schönsten Fight klingt meine Konsole plötzlich wie ein Presslufthammer. Bild eingefroren. Arrrggghhhhh, dachte ich mir, jetzt hat es mich auch erwischt. Hab ja schon viel von dem Spiel gehört; Abstürze und dergleichen. Also Konsole ausgemacht und neu gestartet. Nur dass das Spiel nicht mehr angeht, der Bildschirm bleibt schwarz. Auch andere Spiele starten nicht mehr. Also Konsole platt gemacht und über Nacht neu installiert. Aber auch heute bleibt der Bildschirm schwarz. Meine geliebte xBox hat wohl ein größeres Problem…

Und auch wenn jetzt tatsächlich jemand meint, ich müsste sie umgehend ersetzen, da mir sonst langweilig wird; da kann ich nur herzhaft lachen. Wenn nicht grad ein interessantes Spiel rausgekommen ist, bleibt das Ding auch mal wochenlang aus. Ich zock nicht aus Langeweile, sondern zum entspannen und aus Interesse an gewissen Spielen. Für mich ist es ein Hobby geworden, eines, welches sich für mich trotz aller Umstände umsetzen lässt. Hab ich Zeit dafür, nehm ich sie mir. Hab ich die Zeit nicht, bleibt die Konsole aus. Im Moment wohl etwas länger…

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15. April … Sie müssen nur den Stress vermeiden…

Hmpf! Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein. Alles fühlt sich grade wieder nach Sturm an und das, wo ich grad so schön Ordnung geschafft habe. Rundum Frühjahrsputz; in der Gedankenkommode, im Umfeld, in der Wohnung,… Und dann – mittendrin – wieder Sturm! Eines der wenigen Dinge, die ich noch nicht kontrollieren kann. Und dabei möcht ich es doch so gerne lernen! Ich meine, wer braucht schon Chaos im Kopf?!?

Seit meiner Augengeschichte, dieses Wasser in meinem Auge, welches immer noch vorhanden ist und meine Sehstärke beeinflusst, suche ich nach der Ursache. Stress; ja, den hat jeder und ich vermeide ihn, wo ich kann. Mich bringt kaum was aus der Ruhe, nicht mal mehr, wenn mein Sohn wieder eine seiner Katastrophen angerichtet hat. Selbst die nehme ich inzwischen mit einem Lächeln hin und mach mich dran, sie zu beseitigen…

Was mir aber immer mehr klar wird ist die einfache Tatsache; der Gedanke, dass meine Kinder nun mal nur mich haben und sonst keine wirkliche Bezugsperson, setzt mich unter Strom. Unbewusst wohl, ja aber es löst eine immerwährende Bereitschaft in mir aus. Besonders der Große, der schon tagsüber eine Herausforderung ist, hat oft auch nachts seine Probleme. Also auch dann sind bei mir immer die Antennen an und ich sofort bereit, wenn was ist. Vielleicht habe ich gelernt, mit wenig Schlaf auszukommen, auch mal länger. Vielleicht habe ich auch gelernt, mein Privatleben aufs mindeste zu reduzieren und diesen ganzen Verlust nicht als solchen zu benennen; diese Dauerbereitschaft ist aber irgendwie nichts, was man lernt sondern notgedrungen übernimmt. Und so kostbar und lieb mir meine zwei wilden Kerle sind, ich werd einen Weg finden müssen, gesünder damit zu leben. Auch im Sinne meiner Kinder, ich würd ja gerne alt werden für die beiden…

Würde man mich heute fragen, was ich mir am meisten wünsche und ich dürfte außen vor lassen, zu antworten „Dass meine Kinder immer gesund bleiben!“, dann wäre meine Antwort: eine kleine Hütte im Wald, ohne Komfort, in der ich drei Tage völlig allein bleiben darf. Oder vielleicht auch eine solche Hütte auf einem Berg, zwecks der Aussicht – weitsicht – egal, ich würde jede abgelegene, bescheidene Hütte nehmen. Nur auf die drei Tage absolute Einsamkeit, auf die würde ich Wert legen. In aboluter Stille zurück zu den Wurzeln, erden vom Feinsten – jaaaaaaaaa, ich wär sofort dabei…

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