4. Dezember … aber heute klappt das!

Langsam frag ich mich ja schon ein wenig, was denn los ist im Moment. Jetzt ist auch noch das Auto kaputt gegangen. Das ganze Wochenende hatte ich mich auf Montag gefreut, da ich an dem Tag endlich mal keine Termine hatte und dann das. Morgens die Kinder in die Schule gebracht, zeigte mein Auto schon die Fehlermeldung an und klang eher wie eine Nähmaschine. Meinen Mechaniker kontaktiert und dann erst mal zu Fuß in die Stadt, wichtige Erledigungen machen. Mein Knie dankte mir den ausgiebigen Spaziergang natürlich umgehend und grinst mich seither dick geschwollen an. Der Schmerz ist heute aber schon wieder erträglicher…

Dann hab ich mein Auto in die Werkstatt gebracht, die liegt paar Kilometer außerhalb unserer Stadt irgendwo im Nirgendwo, allerdings bin ich mit dem Mechaniker mehr als mein halbes Leben befreundet; was eine Menge Geld spart! Jedenfalls versuchte er alles, mein Auto wieder flott zu bekommen, musste aber letztendlich doch ein Teil bestellen, welches erst am Nachmittag geliefert wurde. Inzwischen war es Mittag und er schickte mich mit einem seiner Autos erst mal heim. Abends konnte ich meinen Polo wieder holen und hoffe jetzt, dass der mal eine zeit lang läuft, ohne neue Teile einzufordern…

Tja, das war mein schöner, ruhiger Tag, heute geht es endlich zur Augenuntersuchung. Und heute hätte ich endlich gern mal wieder Glück und bitte nicht die nächste Hiobsbotschaft! Wenn das so weiter geht, weine ich diesem Jahr hier keine Träne nach und trink Silvester einen drauf, dass es vorbei ist… 😉

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3. Dezember … bleibt gesund und munter…

Mein Fazit nach einer Woche krank Zuhause; ich bin müde! Nichtstun macht müde! Gestern Abend ziemlich schnell beim „Tatort“ eingeschlafen, dabei war der nicht mal sooo langweilig. Jetzt bin ich wieder müde aufgewacht; irgendwas läuft da nicht mehr rund…

Und morgen geht es schon wieder mit Terminen los und wird bis Freitag nicht mehr aufhören. Immerhin; morgen steht endlich die Augenuntersuchung an. Ich hoffe sehr, das ganze wird morgen abgeschlossen und wir können mit der Behandlung anfangen. Ich schätze grad mehr denn je, wie gesund und fit ich normalerweise bin. Und freu mich drauf, wenn sich alles wieder normalisiert hat.

Wir hören irgendwann auf, zu schätzen, was wir immer haben. Wir halten es für selbstverständlich, gesund zu sein. Können uns nicht vorstellen, mal nicht einfach nur zu funktionieren, so wie wir schon immer funktioniert haben. Wenn man plötzlich nicht mehr so kann, wie es doch bisher immer ging und wie man es eigentlich immer noch möchte, ist das zwar erst mal irritierend, vielleicht sogar ein wenig beängstigend. Aber es ist auch der perfekte Zeitpunkt, mal langsamer zu machen. Sich wieder bewusst zu werden; auch ich habe Grenzen, bin nur ein Mensch und hatte bisher das große Glück, immer gesund zu sein. Und glaube daran, es auch diesmal wieder zu werden.

Schätzt, was ihr habt, immer! Nicht erst, wenn es vergangen ist…

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2. Dezember … das erste Lichtlein brennt…

Da möchte man im letzten Moment doch noch einen Adventskranz kaufen, zieht früh am Samstagmorgen los und muss dann feststellen – ausverkauft. Jeden erdenklichen Laden haben wir gestern abgeklappert, nicht ein Adventskranz oder wenigstens Adventsgesteck war zu bekommen. Dieses Jahr wollte ich gar keinen kaufen, da mein großer Sohn immer dran rum spielt. Die Kerzen anbohrt, den Wachs schön gleichmäßig in meiner Küche verteilt und die Nadeln einzeln ausrupft. Dann hat er mir hoch und heilig versprochen, es dieses Jahr nicht zu tun und den Adventskranz in Ruhe zu lassen. Nachdem er mir sämtliche Strophen – die, die es gibt und die, die es dank ihm jetzt auch gibt – von „Wir sagen euch an, den lieben Advent“ geträllert hat und mir vorschwärmte, wie toll das wäre, Sonntagmorgen zu singen, hatte ich nachgegeben. Nur scheinbar zu spät.

Alles, was wir gestern finden konnten, war ein Türkranz. Der war schon ziemlich abgeerntet, was die Deko betraf. Wir nahmen ihn trotzdem. Außerdem vier Kerzen und getrocknete Apfel – und Orangenscheiben. Und dann haben wir uns den Kranz hübsch gemacht; so hübsch es nun mal ging. Ich darf jetzt dann also gleich Semmeln aufbacken, dann das erste Kerzchen anzünden und singen. Später fangen wir mit Plätzchen backen an; wenn das so weiter geht, kommt hier noch Weihnachtsstimmung auf! 😉

Was macht ihr so am 1. Advent? Oder seid ihr Weihnachtsmuffel?

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1. Dezember … der Versuch, es leicht zu nehmen…

Da ist er, der Anfang vom Countdown zu Weihnachten. Meine Stimmung dazu ist immer noch nicht aufgetaucht und im Moment frage ich mich nur, wo die ganze Zeit hin ist. Ist es nicht verrückt, wie schnell so ein Jahr vorbei geht? Und wie schnell es nach dem tollen, ziemlich heißen Sommer kalt geworden ist? Wobei der Schnee von Montag inzwischen nur noch vereinzelte hartgefrorene Eisbrocken ist und die Temperaturen nächste Woche wieder zweistellig sein sollen. Es drehen also nicht nur manche Menschen am Rad, sondern auch das Wetter.

Läuft halt alles nicht ganz rund zur Zeit. Auch bei mir nicht. Da ist man mal krank geschrieben und hat eine Menge Zeit – zum Beispiel, um für die Schule was zu tun oder einfach mal in Ruhe zu zocken – und dann hat man eine Augenentzündung, die beides länger als eine Stunde unmöglich macht. Eine Woche bin ich jetzt daheim; lieg ich zu lange, wird mein Knie steif. Steh oder laufe ich zu lange, schwillt das Knie wieder weiter an und schmerzt wieder mehr. Lese oder schaue ich zu lange, verschwimmt der Blick bis zur Unkenntlichkeit und die Augen brennen und tränen. Sinnvoll beschäftigen ist zur Zeit echt schwierig. Bleibt nur zu hoffen, dass die Untersuchung am Auge nächsten Dienstag was ergibt und ich danach schnell behandelt werden kann.

Leben – manchmal bist du echt unfair! 😦

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30. November … Nachbarn kann man sich nicht aussuchen – leider!

Wir wohnen ja in einem Mietshaus mit sechs Parteien, wovon wir die einzige mit Kindern sind. Nebenan steht exakt das gleiche Haus – sozusagen bildet es ein Doppelhaus mit unserem – in dem ebenfalls sechs Parteien wohnen. Dort sind es zwei Parteien mit Kindern. Zusammen haben wir einen Gemeinschaftsgarten, der bis letztes Jahr nahezu nur von uns genutzt wurde. Seit letztem Sommer spielt auch das Nachbarskind – er dürfte um die drei Jahre alt sein – gelegentlich mit seinem Vater im Garten.

Nun hatte es ja geschneit Anfang der Woche und mein großer Sohn liebt Schnee. Er nutzt jede Möglichkeit, draußen in dem kalten Weiß zu toben. Jedenfalls stand gestern Morgen plötzlich ein Schneemann in unserem Garten. Da mein Sohn dachte, der sei von den zwei türkischen Mädchen, die er so gerne ärgert, warf er den Schneemann unüberlegt um. Während ich meine Jungs in die Schule fuhr, erklärte ich ihm, dass das sehr gemein war und er den Schneemann bitte wieder aufbauen soll. Am Nachmittag kam er tatsächlich heim und kümmerte sich gleich um seine kleine Schandtat im Garten. Plötzlich rief er ganz aufgeregt nach mir und als ich raus eilte, stand er fast weinend da. Der Schneemann war gar nicht von den Nachbarsmädchen gebaut worden, sondern von dem Vater des Dreijährigen. Dieser hatte meinen Sohn ja schon mal im Garten einfach umgehauen, weil mein Sohn beim Ballspielen sein Kind getroffen hatte. Panisch rief mein Großer, ich solle ihm helfen. Kurzerhand zog ich mir Schuhe an und wir reparierten zusammen den Schneemann.

Ich war kaum wieder in der Wohnung, hörte ich einen Mann draußen schreien. Wieder schaute ich nach dem Rechten und fand den Schneemann – Erbauer wütend auf seinem Balkon vor. Sofort entschuldigte ich das Verhalten meines Sohnes und erklärte, dass er grade alles wieder repariert habe. Doch dem schreienden Mann genügte das nicht, wortwörtlich. Der Schneemann habe so nicht ausgesehen. Wieder entschuldigte ich mich, der Schnee sei inzwischen über Nacht so hart geworden, dass man nur die Kugeln wieder aufeinander setzen, den Schnee aber nicht weiter modellieren konnte. Auch das genügte ihm nicht. Er habe zwei Stunden für diesen Schneemann gebraucht, dafür wolle er jetzt 50 Euro haben! Diese Aussage ist von einem erwachsenen Mann, wohlgemerkt!

Ich erkundigte mich, ob es ihm noch gut gehe, worauf hin er wütend wurde und mich beschimpfte. Und dann drohte er, er würde von meinem Sohn jetzt auch was kaputt machen, so gehe es schließlich nicht. Wieder erkundigte ich mich bei ihm, ob es noch geht, worauf er wieder rasend wurde. Irgendwann rief ich ihm zu, dass er sich einfach was raussuchen solle, was er kaputt machen möchte; wenn es ihm dann besser gehe, solle er es tun. Und dann wünschte ich ihm einen schönen Abend und gab ihm noch mit auf den Weg, dass ich bei solch primitiven Verhalten sicher nicht weiter diskutiere. Ich nahm mein Kind mit rein und beruhigte ihn. Bis spät in die Nacht war er aufgeregt, weinte, hatte Angst, der Nachbar würde wirklich was zerstören, was uns gehörte.

Was ist das bloß für ein Mann? Und was lebt er seinem Kind vor? Gleiches mit gleichem vergelten? Rache? Ich bin entsetzt, neben was man so wohnen muss. Bleibt zu warten, ob dieser Wahnsinnige tatsächlich an die Sachen meiner Kinder geht und was davon kaputt macht. Zutrauen würde ich es ihm. Manchen Menschen kann man nur wünschen, dass sie sich mal selbst begegnen müssen…

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29. November … etwas doof ist das schon…

Wenn das so weiter geht, wird das nichts mehr mit Blog schreiben in der Früh. Gestern Abend war fernseh schauen kaum noch möglich, die Augen haben nur noch gebrannt und das entzündete hat getränt. Dazu kam ein stechender Schmerz. Hab dann fernsehhören draus gemacht, die Augen schön brav zu. In der Nacht war ich paar mal wach, im Knie ein pochender Schmerz und wenn ich die Augen aufmache, seh ich erst mal alles verschwommen und weiß getrübt. Vorhin beim Aufstehen brauchte es eine Zeit lang, bis ich halbwegs meine Umgebung erkennen konnte. Inzwischen ist diese weiße Trübung fast weg, ich seh wieder besser, hab aber das Gefühl, es wird von Tag zu Tag schlechter. Etwas ängstlich wird man da schon. Ich vertraue zwar darauf, dass mein Auge wieder fit wird, aber vor einer Woche habe ich damit noch ausgezeichnet gesehen, inzwischen kann ich mit dem rechten Auge nichts mehr lesen. Geht nur, wenn das linke Auge mit ausgleicht. Wobei das Bild mit beiden Augen auch langsam verschwimmt. Das Nicolchen wird also die nächsten Tage nicht mehr allzu weit von daheim ausbüchsen.

So, ich zieh mich erst mal wieder zurück. Der Bildschirm ist nichts für meine Augen. Ich sitz hier wie ein heulendes Kind, dabei Tränen nur die Augen. 😉

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28. November … können Sie das lesen?

Das war ja schon fast ein Krimi gestern beim Augenarzt. Zuerst wurden paar Tests gemacht und mit jedem wurde die Arzthelferin irgendwie geknickter. Irgendwann fragte ich sie, ob ich mir Sorgen machen muss. Sie sah mich etwas ratlos und mitleidig an, bevor sie meinte, sie müsse noch den Arzt fragen, ob sie den letzten Test auch noch machen soll. Welchen Test, wollte ich wissen. Doch sie meinte nur mit einem Seufzen, dass bis jetzt alles auf Grünen Star hindeutet und ging.

Während des Wartens versuchte ich, jede Schrift zu erkennen und zu lesen, die auf Bildern, Plakaten und Postern zu sehen war. Nur ganz große Schrift bekam ich hin. Beim Sehtest eben war ich katastrophal gescheitert. Ich musste zugeben, dass ich mit dem rechten Auge nichts erkennen konnte. Nichts. Noch nie hatte ich was an meinen Augen, weder eine Schwäche noch eine Krankheit. Ich war es nicht gewohnt, nicht wie ein Adler alles sehen zu können und zwar in scharf.

Der Arzt untersuchte dann das Auge und befand alles, was man oberflächlich sieht, als in Ordnung. Er träufelte mir Augentropfen ins Aug, damit sich die Pupille weitet und schaute dann mit Hilfe eines Gerätes durch diese in mein Auge rein. Und während ich noch überlegte, wie es da drin wohl aussah, fand er schon eine Antwort.

Wie es aussieht, ist bei meinem rechten Auge der Sehnerv entzündet und dadurch ist es zu einer undichten Stelle in der Außenwand vom Auge gekommen. Es dringt jetzt Wasser ein, welches sich zu einer kleinen Blase gesammelt hat. Diese Wasserblase nehme ich als trüben Fleck wahr, da sich das Wasser irgendwie zwischen Sehnerv und Linse befindet. Dadurch kann ich im Moment auch nicht scharf sehen.

Leute, ich bin mal wieder froh, dass ich eine scheinbar eher seltene Art der Entzündung habe und diese zwar etwa ein halbes Jahr braucht, um ganz aus zu heilen, aber mein Auge wird wohl wieder ganz gesund. Mehr erfahren wir am Dienstag, da wird das Auge nochmal untersucht mit einem Laser. Man möchte sicher gehen, dass genau diese Entzündung mein Problem beim Sehen ist. Wenn es sich bestätigt, bekomm ich Medikamente, die das ganze beschleunigen.

Sachen gibts, ich wusste gar nicht, dass sowas möglich ist! Meine Lieblingsfrage beim Doc ist ja inzwischen: „Haben Sie zur Zeit mehr Stress?“ Meine Antwort darauf: „Hab  ich eigentlich immer.“ Angeblich kommt das durch Stress. Nun gut, ich bin ja ohnehin krank geschrieben. Vielleicht gar nicht so schlecht, diese Zwangspause. Und vielleicht endlich eine Warnung, etwas langsamer zu machen. Wenn mir doch nur hin und wieder mal jemand die Ohren lang ziehen würde… 😉

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