16. April … danke …

Ihr glaubt gar nicht, wie viel ich hier schreibe, immer wieder. Wort an Wort, Zeile an Zeile, Seite an Seite und dann lösch ich es wieder oder speicher es manchmal; nur veröffentlicht hab ich das wenigste davon in letzter Zeit. Oft, weil es sich einfach danach anfühlt, dass die Worte so nicht stimmen. Dass das Licht in mir ganz anders scheint, wie es hier stehen würde. Und selbst tausende Wörter nicht einen Bruchteil von dem widergeben würden, was ich noch bin. Nacht für Nacht lieg ich wach und seh den Dämon an, der hier sitzt. Angst macht er mir keine aber ich weiß, dass er nicht von alleine fort gehen wird. Manchmal seh ich ihn stundenlang an, mit Tränen auf den Wangen. Manchmal setz ich mich zu ihm und starre ihn an in der Hoffnung, dass er irgendwann nachgibt und weg sieht. Und manchmal, manchmal erzähl ich ihm von der Dunkelheit in mir. Wie weh das tut in mir drin, wie groß die Sehnsucht wieder geworden ist in mir, diese Welt endlich verlassen zu können. Aber meine Feigheit steht mir im Weg oder die Vernunft, nenn es wie du willst. Wär ich ein Dämon, so wie du, ich wär schwarz, schwärzer als die Nacht und ich wär groß und stark. Ich müsst nichts tun, so wie du, ich müsst nur da sein und irritieren, erschrecken, einschüchtern,… Ich müsste nur sein, wie im echten Leben auch und doch wär ich dabei groß und stark…

Als Mensch, als Mensch bin ich nur noch klein und müde, vielleicht sogar schwach, ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, was ich noch bin. Manchmal setz ich zum erklären an, fang an zu erzählen und halt dann inne; es ist fort, längst fort und ich weiß nicht, was ich bin, wer ich bin, bin ich? Ich weiß nur, dass ich gar nicht mehr sein möchte und dann kommt wieder diese Vernunft und stellt sich da ganz doof in den Weg. Ich war immer froh drum, dass es sie gibt; vor wie vielen Fehlern sie mich wohl bewahrt hat? Aber jetzt, jetzt steht sie ganz blöd im Weg und geht nicht weg. Und falls sich hier tatsächlich mal jemand Sorgen macht; ich hab mir längst Hilfe gesucht, keine Sorge. Ich warte nur noch immer drauf, dass ich sie bekomm. So Wartelisten sind ganz schön lang und das sind sie selbst dann, wenn man als dringend eingestuft wird…

Nun wart ich halt, quäl mich durch jede Nacht und danach müde durch den Tag. Ärger mich solang mit der Vernunft rum und such nach einem Namen für diesen dreckigen kleinen Dämon in der Ecke meiner Wohnung. Das ist wie mit Worten; manchmal sind sie nicht genug, um zu sagen, was man wirklich denkt oder fühlt. Manche Worte sind einfach nicht genug…

Was ich eigentlich sagen wollt; Ende Monat ist hier Schluss. Dann wird es den Blog hier nicht mehr geben aus dem einfachen Grund weil ich das alles auch auf Papier schreiben kann wenn ich es ohnehin nicht veröffentliche. Und im Mai müsste ich diesen Blog wieder für 1 Jahr bezahlen und das ist finanziell einfach nicht mehr drin im Moment. Falls das mein letzter Beitrag hier sein sollte; ich danke jedem Einzelnen von euch fürs Lesen, für manch liebes Wort, für eure Zeit, die ihr hier bei mir verbracht habt. Es hat mir sehr viel bedeutet und auch hier hat mich das schreiben manches mal über dem Wasser gehalten.

Gebt auf euch Acht, auf euch alle und macht es gut!

Bild von Hands off my tags! Michael Gaida auf Pixabay 

5 Kommentare zu „16. April … danke …

  1. Liebe Nicole! Ich würde es sehr bedauern, wenn Du hier gar nicht mehr schreibst! Ich verstehe und respektiere es, aber leg Dich bitte nicht fest. Ich danke Dir herzlich für viele tiefe Gedanken, die auch manches Mal aufwühlend waren, aber gerade daraus bezog sich ihr Wertvolles! Alles Liebe für die kommenden Schritte und die kommende Zeit!

    Gefällt mir

    1. Lieben Dank für Deine Worte. Mal sehen, vielleicht verlängere ich nur die Domain und schau, ob ich damit zurecht komme. Aber es ist schön zu wissen, dass meine Worte hier vielleicht doch jemandem fehlen. Danke dafür!

      Gefällt mir

  2. Ich bete für dich.
    Die Worte die mich in diesem Jahr verlässlich und sicher wie Haltegriffe durch die Nächte begleiten fallen mir ein: Licht scheint in der Finsternis, die tiefe Dunkelheit strahlt. Bruder David Steindl- Rast. Gottes Segen Dir!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s