30. März … der Sound des Lebens…

You were the shadow to my light
Did you feel us?
Another star
You fade away
Afraid our aim is out of sight
Wanna see us
Alive! Where are you now…

Faded von Alan Walker

Zur Zeit hör ich viel Musik. Eigentlich immer, wenn die Nachbarn zu laut werden und somit leider sehr oft. Kennt ihr das? Man verbindet bestimmte Lieder mit bestimmten Dingen; Erinnerungen, Schmerz, Wehmut… Es gibt Lieder, da werfen mich die ersten Akkorde um Jahrzehnte zurück und ich bin wieder jung und voller Schmerz. Manche Dinge ändern sich eben nie… Manchmal wühle ich mich durch meine alten CD´s, ich hab eine ganze Weinkiste davon. An manchem Cover bleib ich hängen, verweile, riech den Zigarettenrauch von damals und dieses starke Parfüm manch durchlebter Nacht. Ich kann sie noch immer in meinem Kopf hören, diese ausgesuchten Lieder, manchmal summ ich leise mit und schließ für einen Moment die Augen… Love hurts… It´s a hertache… Like the way I do… Maria… Love is a battlefield… Manch durchtanzte Nacht blieb einfach so stehen, nicht zu Ende gelebt, vielleicht weil das Licht zu früh an ging. Im ersten Morgentau ging es dann heim oder manchmal, manchmal waren wir noch lange nicht satt und suchten den einen Club, der noch offen hatte. Dieser ewige Durst nach Leben, dieser Drang nach Freiheit, der Beginn einer Suche nach diesem mehr; es musste mehr geben auf dieser Welt, mehr…

Ich hab keine dieser CD´s je wieder angehört, keine. Manchmal seh ich sie an, halt sie einen Moment lang fest und erinner mich; an vermeintlich glanzvolle Zeit, von der nichts übrig blieb wenn erst mal das Licht an gegangen war. Wie unfassbar weit weg war es, alt zu werden. Wie unmöglich es schien, diese Jugend irgendwann zu verlieren. Und wie einfach, die Zeit in so simplen Dingen wie Alkohol und Drogen zu konservieren, für die Ewigkeit…

Wie unglaublich mies man den Gedanken empfand, dass dieses Leben irgendwann enden würde. Hat nicht jeder von uns mal geglaubt, er sei unsterblich? Habt ihr nicht? Ich schon. Meistens, wenn ich viel zu nah am Abgrund war…

Ich hab für das Hier und Jetzt noch kein Lied gefunden. Kein einziges sagt aus, was ich inzwischen fühl. Vielleicht, vielleicht brauch ich ein leeres Lied, eines ohne Worte, ein stilles. Und vielleicht, vielleicht ist es am Ende sogar gut, wenn ich nicht irgendwann ein Lied hören muss, was mich an all das erinnert, was war. Von Zeit zu Zeit mach ich meine Playlist am Laptop an und freu mich über schöne Lieder. Die richtig guten Songs von früher, von den ganz speziellen Momenten, die klingen in unseren Erinnerungen ohnehin am schönsten…

Bild von Free-Photos auf Pixabay 

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