31. Mai … wie viel positives hältst du aus?

Vor inzwischen 3 Jahren habe ich mich bewusst entschieden, gewisse Bereiche meines Seins weiterzuentwickeln. Nicht, weil ich irgendwas an mir verändern oder gar verbessern wollte, sondern nur, weil mich jemand daran erinnert hatte wer ich wirklich bin. Wo meine Wurzeln sind und wie sehr ich sie hatte verkümmern lassen. Wie viel ich vergessen hatte von jedem einzelnen vorangegangenen Leben. Und wie dankbar ich eigentlich sein darf, mich erinnern zu können, wenn ich es nur will…

Ich habe nicht nur gelernt, mich zu erinnern, sondern auch, das Leben mit all seiner Fülle wahrzunehmen. Die guten und die schlechten Seiten, das Positive und das Negative. Die einfache Dualität, welche die Welt ausmacht. Und immer wieder begegne ich Menschen, welche bewundern, wie viel positives ich unserem Leben immer, zu jeder Zeit, abgewinnen kann. Und dann gehen sie los und werden positiv. Was meistens dazu führt, dass sie, egal wie weit ihnen die Scheiße eigentlich am Hals steht, immer versuchen, alles toll zu finden. Und das nennen sie dann Entwicklung und merken nicht, dass sie lediglich gelernt haben, mehr auszuhalten…

Positiv denken heißt nicht, immer, egal wie sehr es weh tut, in allem etwas gutes sehen zu wollen. Sondern viel mehr das Vertrauen zu haben, dass selbst das etwas mit sich bringen wird, was uns weiter machen lässt. Das Wissen, dass nichts auf der Welt alleine existiert und es zu allem immer ein Gegenteil gibt. Wo Licht ist, da gibt es auch Schatten. Also gibt es auch immer Licht, wenn wir im Schatten sind. Und genau dieses Vertrauen sollten wir in uns tragen, immer. Was nicht bedeutet, immer alles toll zu finden und wie ein König leben zu wollen, während man eigentlich nichts mehr zu essen hat. Sondern den Glauben in seinem Herzen zu bewahren, dass man Licht finden wird nach der Dunkelheit.

„Ich muss positiv denken“ führt zu nichts, gar nichts. Im Gegenteil, es ist der Zwang, den wir uns selbst auferlegen, etwas zu müssen. Wenn wir die einfache Tatsache annehmen können, dass wir in der tiefsten Dunkelheit Licht finden können und zugleich im schönsten Licht uns manchmal die Dunkelheit umarmt, dann haben wir verstanden. Verstanden, dass es unsere eigene innere Mitte bedeutet, wenn wir – egal was kommt – es hinnehmen können in dem Vertrauen, dass wir auch das überstehen werden. Wir können die Finsternis überdauern, wenn wir ihn ihr die Hoffnung an das Licht nicht verlieren. Und wir werden das Licht ganz neu schätzen lernen, wenn wir wissen, woraus die Dunkelheit besteht. Wer aber da raus geht und alles, wirklich alles in seinem Leben einfach nur positiv sieht, der wird vielleicht irgendwann feststellen, wie sehr er sich all die Zeit selbst belogen hat. Oder er merkt es nie und sein Leben wird eine einzige Lüge sein…

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