7. Januar … like the way I do!

Is it so hard to satisfy your senses?
You found out to love me you have to climb some fences
Scratching and crawling along the floor to touch you
And just when it feels right you say you found someone to hold you
Does she like I do

Baby tell me does she love you like the way I love you
Does she stimulate you, attract and captivate you
Tell me does she miss you existing just to kiss you

Like the way I do

Tell me does she want you, infatuate and haunt you
Does she know just how to shock and electrify and rock you
Does she inject you, seduce you and affect you

Like the way I do

Can I survive all the implications
Even if I tried could you be less than an addiction
Don’t you think I know there’s so many others
Who would beg steal and lie, fight, kill and die
Just to hold you, hold you like I do…

Melissa Etheridge, Like the way I do

 

 

Seit weit über 25 Jahren begleitet mich dieses Lied und ich erkenne es im Radio am ersten Gitarrenanschlag. Ich kann nicht sagen, wie oft ich zu diesem Lied getanzt hab, lauthals mitgesungen und vor allem mitgefühlt habe; das ist MEIN Lied.

Damals, in meinen jungen Jahren, liebte ich einen verheirateten Mann; ich war 15 Jahre jung und hatte keine Ahnung, was ich mir da grade bereit war, selbst anzutun. 8 Jahre meines damals jungen Lebens folterte ich mein Herz und meine Seele, durchwanderte tiefsten Schmerz für ein paar vom Glück erfüllten Stunden…

Wie oft fragte ich mit tränenerstickter Stimme die Nacht, ob sie ihn so liebt, wie ich es tu. Heute weiß ich, ich kroch und winselte am Boden, nur um von ihm geliebt zu werden, nur um ihn berühren zu können… along the floor to touch you…

Diese Jahre mit ihm hatten mich geprägt, vielleicht mehr, als alles andere und die Jahre danach ermahnte ich mich oft selbst mit diesem Lied; mach das nie wieder! Mach dich nie wieder abhängig – vor allem emotional – von einem Menschen. Gib nie wieder jemandem so viel Macht über dich und geh nie wieder so tief in die Knie für jemanden… Ich hab dieses Lied nach den 8 Jahren On-Off-Beziehung und Kampf nie wieder freiwillig bewusst gehört; nur noch im Radio oder irgendwo unterwegs in einer Disco oder Bar. Es begegnet mir bis heute und ich singe es noch immer – zum Leidwesen aller Anwesenden – voller Inbrunst mit. Wobei für mich heute nur noch eine Zeile von diesem Lied zählt; Like the way I do! So wie ich es mach, auf meine Art – auf meinem Weg!

Und das ist es hier für mich von Anfang an gewesen; mein Weg, den ich auf meine Art gehe. Ohne das Streben danach, das alles, was ich sage, denke, fühle und mache, richtig ist. Sondern ganz einfach nur auf meine Art, wie ich es mache. Da muss nichts analysiert werden, therapiert, geholfen oder sonst was werden; es darf, es kann aber es muss nicht. Ich habe mich selbst in den letzten drei Jahren – vielleicht unbewusst sogar schon die letzten zehn Jahre – mehr und erfolgreicher therapiert, als jeder Therapeut, Psychologe oder Psychiater in meinem Leben und ja, ich war bei manchem davon, als ich es nicht ertragen konnte, nachts meine Kinder schreien zu hören. Ich heile mich selbst, auf meine Art und das hier ist Teil davon und ich freue mich über jeden, der diesen Weg hier mit mir geht. Als es mich Ende letzten Jahres immer mehr dazu trieb, hier, in meinem Blog was zu verändern, wusste ich nicht wirklich, was das sein wird. Ich wusste nur, ich brauch Veränderung, einen Schritt weiter, ins nächste Kapitel. Und als ich gestern meinen liebevoll umarmten Dämon ansah, wie er da an meiner Wand hängt, hatte ich plötzlich die ersten Gitarrenanschläge von meinem Lied in den Ohren und ich wusste; für dieses Jahr gehören diese zwei Dinge zusammen; mein schlimmster Dämon und MEIN Lied; Like the way I do! Also auf gehts in ein neues Kapitel, die Zeit ist reif!

Melissa Etheridge, Like the way I do

Ein Kommentar zu „7. Januar … like the way I do!

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