6. Januar … geliebter Schmerz…

… manchmal möchte man nur noch diese Welt anhalten können, um dem ein oder anderen sagen zu können, was er eigentlich angerichtet hat. Wie sehr er mit einer – für ihn – Kleinigkeit das Leben eines anderen verändert hat. Manchmal extrem verändert hat und für unbestimmte Zeit…

Menschen, die uns viel zu früh unserer Kindheit beraubt haben. Uns unsere Unbeschwertheit genommen haben und tiefe Schwere in uns geboren, die wir nie wieder ganz loswerden… Menschen, die uns die Liebe lehren und dann zusehen, wie wir mit offenem Herzen in ein Messer laufen, welches sie dann auch noch schön umdrehen, wenn es uns am tiefsten getroffen hat. Die uns die Unfähigkeit nehmen, bedingungslos zu lieben und in jede Pore unseres verletzten Herzens Zweifel sähen… Menschen, welche uns belügen, betrügen, hintergehen und ohne zu überlegen jede Grenze überschreiten, um zu erreichen, was sie wollen und es ist ihnen egal, wie viel sie dafür an einem anderen zerstören und an Wunden hinterlassen… Und jene, die nichts anderes wollen, als uns zu verletzen und zu zerstören und die erst richtig damit anfangen, wenn wir uns im ersten Schmerz winden. Welch tiefe Wunden sie in uns hinterlassen…

Diese Menschen, denen wir unser Herz schenken und die so sehr beteuern, wie gut es bei ihnen aufgehoben ist. Die uns letztendlich das Herz nur rausreißen, es misshandeln, drauf rumtreten und es wie einen kleinen zappelnden Fisch auf dem trockenen rumliegen lassen, bevor sie keinen Spaß mehr daran haben und uns dann das tote, kaputte Herz vor unsere Füße werfen, bevor sie endlich gehen. Wenn überhaupt, es gab schon welche, die nehmen es einfach mit…

Wenn man ihnen nur sagen könnte, was sie angerichtet haben. Wenn man diesen einen Moment einfordern könnte, den sie einem zuhören müssten und vor allem; diesen Moment, in dem sie einen auch verstehen! Jahrelang hab ich mit diesen Gedanken verbracht, Jahre. Heute würde ich keinem von ihnen gestehen – eingestehen – wie sehr sie mich verletzt, erniedrigt und zerstört haben. Keinem. Viel mehr würde ich ihnen danken, dass ich so sehr an ihnen wachsen durfte. Die Narben ihres Handelns sind geblieben aber ihre Namen, die einst dabei gestanden haben, sind längst verwischt. Was sie getan haben, spielt heute keine Rolle mehr. Was es aus mir gemacht hat, das hat lange mein Leben verändert. Bis ich die Entscheidung getroffen habe; ich ganz allein entscheide, was es aus mir gemacht hat, ich ganz allein. Es hat mich stark gemacht, jede einzelne Wunde, Narbe, jeder Tropfen Blut, jede geweinte Träne, jeder einzelne Schlag hat mich stark gemacht und mir den Weg aufgezeigt, auf dem ich heute geh. Der Weg, auf dem mich niemand mehr verletzt, betrügt, hintergeht. Ein Weg ohne Wut, Hass oder sonstige Gefühle für die Menschen, die es schlecht mit mir gemeint haben. Viel zu lange hab ich mit Wut und Hass darauf reagiert und letztendlich nur mich selbst damit vergiftet. Bis ich lernte; nichts auf dieser Welt heilt deinen Schmerz, heilt dein Herz, außer Liebe…

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Ein Kommentar zu „6. Januar … geliebter Schmerz…

  1. Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst! Liebt auch Eure „Feinde“. Wenn wir allen verzeihen können, die uns verletzten…, und wenn wir durch alles Leid gewachsen sind und stark wurden, dann liegt das Leben erneut vor uns, umd wir brauchen nur noch selbst den 1.Schritt zu tun, unbelastet und frei und ohne Vorwürfe und Vorurteile. Dann werden wir auch erleben, daß wir nicht nur „Feinde“ , sondern auch Freunde haben, vielleicht längst hatten , ohne es zu bemerken. Nur waren sie ehrlich, und das hat uns nicht immer gefallen. Wenn wir sie aber als Freunde erkennen, helfen sie uns auch weiter….

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