25. Dezember … stille Zeit, scheinheilige Zeit…

Dieses Weihnachten ist doch irgendwie ein Phänomen, oder? Da melden sich Menschen, die hat man so gar nicht mehr auf dem Schirm. Von denen hat man ewig nichts gehört. Ich glaube, so viele Nachrichten wie gestern bekomm ich das ganze Jahr nicht. Man könnte sich jetzt tatsächlich fragen; wo sind die denn das ganze Jahr? Wo sind sie, wenn man sie mal braucht? Aber das hab ich mir zum Glück abgewöhnt, jemanden zu brauchen…

Was löst das eigentlich aus, dass Menschen scheinbar dieses Bedürfnis haben, sich an Weihnachten überall zu melden? Und danach hört man wieder ein Jahr lang nichts. Nicht am Geburtstag, nicht, wenn man diese magischen Momente erlebt, die unvergessen werden, weil sie magisch sind und uns für diesen einen, kostbaren Moment einfach nur glücklich machen. Und nicht, wenn einen die Dunkelheit gnadenlos einholt und umhüllt. Was ist mit den Momenten, in denen man leise zerbricht und die Einsamkeit ohne Erbarmen zuschlägt? In denen wir alles tun würden, wirklich alles, wenn nur jemand da wär. Wo sind da all jene, die uns Weihnachten eine frohe Zeit wünschen und danach wieder spurlos verschwinden und schweigen? Ich verstehe das Fest der Liebe nicht…

Dieses Jahr gefeiert mit den Menschen, die immer bei mir sind, das ganze Jahr. Und nur denen eine frohe Weihnacht gewünscht, die auch den Rest des Jahres nicht still sind. Und für die nächsten Jahre werde ich das beibehalten. Diese heilige Weihnacht ist mir zu scheinheilig…

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Bild von Johannes Plenio auf Pixabay

 

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