11. Dezember … jetzt werden Maßnahmen ergriffen…

Erst mal ganz lieben Dank an Kabel Deutschland / Vodafone. Nachdem gestern Morgen alles, was auch nur annähernd mit Empfang zu tun hat, ausgefallen war, blieb mein Blogeintrag hier aus. Diese Probleme mit unserem Internetanbieter häufen sich in letzter Zeit. Nur bin ich mir noch nicht sicher, welchen anderen Anbieter man tatsächlich empfehlen kann. Mir scheint langsam, sämtliche Netze scheitern grade am Ausbau für 5G. Mal sehen…

Gestern früh hatte ich ohnehin direkt einen Termin bei meiner Maßnahme vom Arbeitsamt. Und dort hab ich schon die erste Urlaubsvertretung. Die hat es in sich, wie mir scheint. Hat mir dann gleich mal vorgerechnet, wie viele Stunden ich am Tag arbeiten muss, damit die Überstunden reichen, um damit die Ferienzeit zu überbrücken. Fünf Tage in der Woche, 8 Stunde am Tag, dann könnte es klappen. Jo, prima. Ab sofort geht halt keiner mehr von uns zum Zahnarzt, Therapie von meinem Sohn fällt dann halt aus, Kieferorthopäde wird ohnehin überbewertet, Gespräche mit Jugendamt, Schule, Hort, Schulbegleitung und wie sie alle heißen braucht ohnehin keiner… Von dem vielen Geld leisten wir uns dann auch eine Putzfrau. Ach ne, ich hab ja noch das Wochenende. Wer braucht schon Erholung? Ich hab mich ja ohnehin um meinen Großen zu kümmern, der sich nicht alleine beschäftigen kann, da läuft putzen, waschen und Co. von ganz allein nebenher….

Interessant fand ich den Anfang unseres Gesprächs. Die Dame von der Maßnahme fragte nach meiner letzten Arbeit. Ich fasste das Dilemma der viereinhalb Jahre meines letzten Arbeitsplatzes kurz zusammen und nannte es alles in allem Stress, was da ablief. Puren Stress. Da meinte die Dame „Ja, den sieht man Ihnen immer noch an!“ Leute, ich bin immer etwas irritiert. Menschen sehen einen zwanzig Minuten und wollen dann Dein halbes Leben kennen. Aktuell dauert mein Tag im Schnitt von halb vier Uhr morgens bis etwa 22 Uhr abends. Nach vier Tagen ohne Stimme hab ich inzwischen eine Erkältung. Aber mein zerknitterter Zustand liegt ganz sicher daran, dass man mich für Mindestlohn fast 5 Jahre ausgebeutet hat, Ja ne, ist klar… Wenn ich es mir recht überlege, nehm ich meinen alten Job dann doch wieder gerne zurück. Immerhin blieben mir da ein bis zwei freie Tage in der Woche, an denen wir unsere Termine problemfrei legen konnten, der Haushalt gemacht wurde und ich immer wieder meine Zeit so legen konnte, dass ich auch einzeln meinen Kindern gerecht werden konnte. Und manchmal, manchmal hab ich dann sogar mal eine Stunde gar nichts getan oder einfach in der Wanne gelegen. Manchen ist einfach nicht bewusst, dass weder Wochenende, noch Ferien, nachts oder abends viel Zeit ist, um etwas halbwegs sinnvoll zu erledigen. Geschweige denn, mich um mich selbst zu kümmern…

Ich wünsch mir schon lange wenigstens einen Teilzeitjob. Und ich war lange Zeit bereit, dafür alles zu tun. Aber im Moment bin ich mir da nicht mehr so sicher. Ich wünsch mir so sehr wieder eine Arbeit aber nicht zu jedem Preis. Drei bis vier Tage in der Woche, die ich bisher gearbeitet habe, war schon mehr als genug und führte oft, sehr oft zu viel Stress. Das war für mich einfach eine Grenze des machbaren. Das jetzt so zu steigern, wirklich jede kinderfreie Zeit mit Arbeit vollzustopfen macht mir fast schon Angst. Ich kenn meine Grenzen und ich weiß, mein Sohn kostet unendlich viel Kraft. Sehr viel Zeit und sehr viel Kraft. Ich fürchte, das werd ich der Dame heute klar machen müssen. Und darauf freue ich mich nicht besonders…

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Bild von invisiblepower auf Pixabay

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