8. Dezember … wenn freundlich einen nicht weiter bringt…

Eigentlich – und dieses Wort alleine sagt schon so viel aus – eigentlich wollte ich nächstes Jahr endlich mal etwas sozialer werden. Lernen, unter Menschen bestehen zu können. Nicht still, leise und unscheinbar, sondern sich zeigen können, so wie man ist. Bestehen können und nicht immer schnell durchhuschen und wieder verschwinden in der Hoffnung, man hat mich nicht gesehen…

Aber in letzter Zeit wird mir mehr und mehr klar, dass ich viele Baustellen habe, wo es an der Zeit ist, Ellenbogen zu zeigen. Gerade wenn es um meine Kinder geht und doch viel auf dem Spiel steht, habe ich lange geschwiegen. Lieber geschwiegen, nur das nötigste gesagt, nie zu viel riskiert. Ich muss diese Menschen ja nicht mögen, mit denen ich es da notgedrungen zu tun habe. Ich muss nur Wege finden, mit ihnen friedlich auszukommen. Also auf gar keinen Fall meine Axt auspacken und mit der absoluten Wahrheit durchholzen. Allerdings zeigt mir das Ergebnis, dass man mich damit nicht ernst nimmt und es ging auf meiner Seite sehr viel Vertrauen verloren. Das Vertrauen, dass man mir – wenn man etwas sagt – immer die Wahrheit sagt, so wie ich es immer getan habe, wenn ich was gesagt habe. Und all die Jahre hieß es, meine Kinder und ich seien auf einem guten Weg, haben die Dinge im Griff. Nach den letzten Gespräche scheint mir da jetzt allerdings mindestens an einer Stelle die richtige Wahrheit durchzusickern und nimmt mir all mein Vertrauen in die Begleitung und Betreuung meiner Kinder. Auch privat gab es Menschen, an deren ein oder anderen Mauer ich gescheitert bin. Was mich nicht stört, man sagt mir selbst genug Mauern nach und das, obwohl ich seit inzwischen fast drei Jahren so gut wie keine Mauer mehr habe. Mauern zieht man sich oft selbst weil man eine gewisse Vorstellung von Menschen erschafft, die es so oft gar nicht gibt. Ich kann gestehen, dass ich exakt eine Mauer noch stehen habe, bombenfest. Und die dient lediglich dazu, zu verhindern, irgendeinen Mann in mein Herz zu lassen. Ansonsten stehen da keine Mauern mehr. Wer also bei mir gegen eine rennt, der möge bitte bei sich selbst nachsehen… 😉

Nun, ich werde meinen Vorsatz fürs nächste Jahr ein wenig überdenken müssen; etwas Zeit hab ich ja noch. Wo ich nächstes Jahr den Menschen da draußen freundlich und entgegenkommend begegnen wollte und nicht gezielt aus dem Weg gehen wie bisher, da werd ich wohl eher mal nach Jahren tatsächlich meine Rüstung auspacken, polieren und anlegen. Mal sehen, ob ich mein Schwert irgendwo wieder finde. Vielleicht nehm ich das auch mit…

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Bild von awsloley auf Pixabay

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