30. November … Zeit für etwas Demut!

Jetzt geht sie wieder los, die Zeit des Schenkens und Spendens. Jeder sucht nach dem richtigen Geschenk und an jeder Ecke wird um Spenden gebeten. Ich bin in paar Internetgruppen, unter anderem eine riesengroße Frauengruppe. Diese besteht aus Hexen, Priesterinnen, Schamaninnen, Seherinnen, Heilerinnen und allem, was es in diese Richtung geben mag. Beeindruckende Frauen sind da versammelt, sehr beeindruckend. Ich bin die meiste Zeit Still, was nicht nur daran liegt, dass ich bisher keine zweite Frau in dieser Gruppe ausmachen konnte, die sich zur Dunkelheit bekennt so wie ich. Zum anderen arbeite ich alles, was in den Augen der Menschheit sein mag, im Innen und nur für mich. Ich bringe diese Arbeit nicht ins Außen, unter die Menschen. Mag sein, Energiearbeit ist erst mal harmlos; wie legal Flucharbeit ist, weiß ich hingegen nicht…

Jedenfalls ist die Tage wieder eine Geben und Nehmen – Aktion in dieser Gruppe; wer etwas braucht, darf das mitteilen und wer genug hat, darf denen geben, die bitten. Eine sehr schöne Sache und jedes Jahr fällt das Gleiche auf; alleinerziehende Mütter, die um Kleinigkeiten für ihre Kinder zu Weihnachten bitten. Nicht für sich selbst, nur für die Kinder. Ältere Frauen, die sich eine warme Jacke wünschen, feste Schuhe für die kalte Jahreszeit, vielleicht ein paar dicke Socken. Frauen, die den Winter davor mit alten Turnschuhen hinter sich gebracht haben und jetzt leise und beschämt nach Winterschuhen fragen, gerne auch gebraucht. Und es gibt erschreckend viele Frauen, die einfach nur um Essen bitten. Essen, weil selbst bei der Tafel kaum was zu holen ist, sie immer wieder leer ausgehen, weil andere schneller waren. Und jedes Jahr zieh ich zu der Jahreszeit meine Strickjacke etwas enger zu weil es mich fröstelt bei all diesen Bitten und ich werde wieder dankbar. Dankbar, dass wir zwar auch nicht viel haben aber immerhin das Nötigste. Es reicht für uns drei, auch gegen Monatsende haben wir noch was zu essen. Und es macht mich immer wieder demütig und unendlich dankbar, wenn Menschen die Möglichkeit haben, sich etwas zu wünschen und dann um Essen bitten. Essen, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, dass man jeden Tag davon hat. Für manche leider immer noch ein sehnsüchtiger Wunsch…

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Bild von Couleur auf Pixabay

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