28. November … du liest etwas, was ich nicht schreib!

Klar freue ich mich immer, wenn ich sehe, dass mein Blog gelesen oder gar noch dazu kommentiert wird. Manchmal werde ich gefragt, warum ich überhaupt meinen Blog schreibe. Nun, für mich ist die Antwort sehr einfach; ich sammel meine Gedanken. Gedanken, die mich flüchtig streifen, einen Moment bei mir weilen und dann weiterziehen. Wie manche hier wissen habe ich mir das Nachdenken weitestgehend abgewöhnt.  Ich beschäftige mich bzw mein Gehirn nur noch mit Dingen, die wirklich wichtig sind. Hier im Blog diese Gedankenmomente aufzugreifen und zu hinterfragen, warum sie für einen Moment bei mir sind, gibt mir die wunderbare Möglichkeit, eines für mich selbst herauszufinden; brauch ich diese Gedanken? Muss bzw sollte ich mich damit befassen?

Es ist nicht immer einfach, sein ganzes Leben ausschließlich seinen Kindern zu widmen. Was mich anfangs sehr zermürbt hat und oft von Außen bedauert wurde – wie oft habe ich gehört „Ich könnte so nicht leben!“ – ist inzwischen mein kleines, geliebtes Leben in meiner Mitte, aus der mich niemand mehr heraus bekommt. Aus dem quälenden Gefängnis, in welches mich die Behinderung meines Sohnes gesteckt hat, hab ich über die Jahre meinen Lebensinhalt gemacht, den ich heute als Geschenk  und Bereicherung sehe. Ich habe mir dafür nie etwas schön geredet, kein einziges „Ommmmmmm“ verbraucht oder mich einfach nur meinem Schicksal ergeben. Nein, ich habe gelernt, dass alles im Leben letztendlich nur das ist, was wir bereit sind, daraus zu machen. Dieser Weg, mein Denken zu verändern, hat mein Leben verändert – sehr zum Positiven. Weswegen ich meine Gedanken hier in meinem Blog freigebe; damit jeder für sich mitnehmen kann, was ihm vielleicht irgendwann weiterhelfen kann. Und wenn es nur gelegentlich ein Denkanstoß ist.

Und genau das darf jeder hier gerne machen; teilhaben an meinen Gedanken und sich bei Gelegenheit was davon mitnehmen. Manche teilen ihre Gedanken wiederum mit mir, was ich sehr interessant finde. Aber es zeigt mir manchmal auch, was mancher in meine Worte reininterpretieren möchte, gar missversteht. Man darf mir gerne mein Leben erklären; ob das so stimmt oder nicht, das werde aber bis zuletzt ich entscheiden dürfen. Zu glauben, man kennt mich, nur weil ich hier täglich ein paar Sätze von mir gebe, kann nur Irrtum sein. Zumal ich mich ohnehin ständig in Bewegung befinde und weiter entwickel. Mein geschriebenes Wort hier muss niemand bejahen, unterschreiben, nicht mal lesen. Es sind meine Gedanken, nicht deine. Und ich werde nie behaupten, dass nur meine Worte wahr sind. Es ist nur das, was ich empfinde und denke. Eine eigene Meinung muss sich letztendlich jeder selbst bilden…

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Bild von ValeriaLu auf Pixabay

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