22. November … ich bleib, auch wenn es manchmal weh tut!

Man sagt, Liebe beweist sich am meisten, wenn wir sie jemandem schenken, obwohl er sie gerade dann am wenigsten verdient hätte. Vielleicht macht gerade das die Liebe aus; bedingungslose Liebe; wenn wir bereit sind, fähig sind, jemanden immer zu lieben. Auch in seiner schwächsten Stunde….

Wie sieht es mit uns selber aus? Lieben wir uns selbst, auch dann noch, wenn wir mit weit ausgebreiteten Armen in einen Abgrund rennen? Wenn wir im Außen zerstören, damit wir im Innern nicht auseinander fallen? Opfer bringen, nur weil wir unsere lieb gewonnene Mitte nicht mehr verlieren wollen? Wie weit gehen wir für unseren eigenen Frieden? Ich selber weiß, wie viel mich mein Frieden bis hierher gekostet hat. Welchen Kampf ich dafür ausgefochten hab, mit mir selbst. Wie viele Tränen, Wahrheit und Demut da drin steckt und was ich dafür alles loslassen musste. Ich hab mich geheilt, meine tiefsten Wunden, meine schönsten Narben. Ich hab geheilt, damit ich endlich so leben kann, wie ich leben will; frei und selbstbestimmt. Ich hab mal geglaubt, dass ich mein geliebtes Schwert wieder auspacken und meine alte Rüstung anlegen werde, wenn irgendjemand meinen gewonnenen Frieden angehen will. Aber jetzt, wo ich ihn in Gefahr sehe, steh ich einfach nur da; wie ein geblendetes Reh auf einer Straße, nachts im dunkeln. Ich steh da und seh hin, mehr nicht. Warte ab, was geschieht. Schweige. Schweige so lange, bis jemand das Wort erhebt, vor dem von mir gewählten Zeitpunkt. Ich mach meine Grenzen klar, mehr nicht und bleibe weiter stehen. Ohne Rüstung, ohne Schwert, nackt. Es gibt Menschen, gegen die kämpft man nicht; weil man sie liebt…

Ich weiß, dass ich noch immer kämpfen kann, mehr noch, fähig bin, noch immer zu zerstören. Aber das will ich gar nicht. Ich möcht nur sein dürfen, was ich bin und entscheiden dürfen, mit wem. Mehr nicht. Aber halt auch nicht weniger. Und genau das macht es grade so schwierig. Und doch werd ich stehen bleiben, nackt und keinen Zentimeter weichen. Nicht vor mir selbst, wo ich stehe und mich verteidige. Ich fürchte mich nicht, nicht mehr. Ich liebe mich, auch jetzt…

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Bild von enriquelopezgarre auf Pixabay

Ein Kommentar zu „22. November … ich bleib, auch wenn es manchmal weh tut!

  1. Unglaublich! Diese Wolken! Unfaßbar diese Kraft, diese Fülle, diese Ballung, dies Leuchten, diese Farben! ☁⛅🌞
    Und davor, klein, der Reigen der Vögel! Ja, ihr Flug bildet fast einen Kreis, aber nur fast.. Der Mreis öffnet sich wiederum, schließt sich nicht, wie erwartet, vielleicht auch: wie
    erhofft. ☆ der Kreis!! Nein, der Kreis schließt sich nur für manches, nicht aber für alles. Das, was so bleiben will wie bisher, das schließt sich zum Kreis. Was aber sich wandeln möchte nach den Geboten des LICHTES, das wird sich dem sich öffnenden Kreise anschließen u d nicht sterben, nicht in die Vernichtung gezogen werden, sondern Spuren zeigen, die aus der Vernichtung herausführen. Und die findet kein Mensch von sich allein. Die können wir nur, in Demut, empfangen, und indem wir uns wieder einsxhwingen in die gott-gewollten Schöpfungsbahnen, so wie es der Wille des HERRN von Anbeginn gewesen ist. Die Schöpfung vergeht nicht, aber die Menschen, wenn sie sich nicht einfügen in die wunderbare Schwingen des GOTTES-Willens. Und die LIEBE des HERRN reicht in j e d e Tiefe. Wer nicht mitziehen will, tut dies aus eigener Entscheidung heraus.

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