15. November … manchmal sehnt es einen heim…

Kennt ihr das; plötzlich hat man diese leise Sehnsucht in sich, wo anders zu sein. Nicht jemand anderes, ein anderer Mensch, nein, sondern man selbst an einem anderen Ort. An dem Ort, wo man eigentlich hingehört, von Anbeginn. Man weiß das, man spürt das, es zieht einen heim und dann hat man Bilder im Kopf. Schon als Kind hab ich diese nackten, rauen Steinwände vor mir gesehen; unverputzt und stellenweise rußgeschwärzt. Ich konnte die Kälte von der weiten Ebene draußen spüren und die Wärme am flackernden Feuer. Und ich hab immer Pferde gesehen, wann immer sich mein Geist an früher erinnerte. Und oft hatte ich ein Schwert dabei…

Manchmal riech ich für einen Moment den Rauch vom Feuer, das Leder vom Pferdezeug, das nasse Moos vom Waldrand. Ich hör die Pferde schnauben, die Ziegen leise meckern oder die einzelne kleine Glocke am Warnturm läuten und dann sehnt es mich heim. Heim in eine längst vergangene Zeit, an einen Ort, wo die Zeit stehen geblieben ist. Noch heute würde ich ohne zu zögern dieses fortschrittliche moderne Leben eintauschen gegen die Einfachheit. Kennt ihr das, wenn einen für den Moment die Vergangenheit streift? Manchmal hört man, es hätte für einen Moment lang wie bei Oma gerochen oder nach dem After Shave des Vaters. So geht es mir mit Schottland, schon immer…

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Bild von Frank Winkler auf Pixabay

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