5. November … keine Angst, das wird gut!

Langsam komm ich wieder auf die Füße, auch wenn es mir gestern wieder ziemlich mies ging. Ein wenig hab ich das Gefühl, dass mein Körper an einem Punkt ist, an dem er mir eine Lektion erteilen will. Seit zehn Jahren funktioniere ich, egal in welchem Zustand. Nie hab ich mich tagsüber mal hingelegt, ausgeruht, weil ich müde oder krank war. immer weiter gemacht, immer an meinem Platz gestanden. Bis es jetzt eben nicht mehr ging. Und siehe da, die Quittung kommt. Mein Körper grinst und sagt „Geht doch!“ und legt sich wieder hin. Der will gar nicht mehr fit werden, dem gefällt das. Aber so leid es mir tut, ich werde es ihm wieder abgewöhnen müssen; hier bleibt zu viel Haushalt und Arbeit liegen und das Arbeitsamt sitzt mir im Nacken und will einen neuen Job sehen…

Obwohl ich in den letzten drei Wochen ziemlich viel Zeit hatte und sie mit so gut wie nichts füllen konnte, habe ich eines nicht getan; nachgedacht. Weder darüber, wie es hier weiter geht, noch, was das mit meiner Gesundheit grade soll. Ich hab eine so herrliche Stille in meinem Kopf, manchmal finde ich das erstaunlich. Wenn ich manchmal mitbekomme, wie sich manche mit Gedanken quälen, bin ich zwar froh drum, frage mich aber bei Gelegenheit auch, ob meine Gedankenkommode wohl noch funktioniert. Und siehe da, wenn ich sie anmache, klappt es wunderbar mit dem nachdenken…

Ich denke, jeder von uns hat schon mal Freiheit gesucht und ich kann dazu nur sagen; wenn man es gelernt hat, nicht mehr nachzudenken, dann ist das ein sehr großes Stück Freiheit. Die Freiheit, seine Gedanken zu beherrschen und sich nicht von ihnen bestimmen zu lassen. Selbst zu entscheiden, wann uns etwas beschäftigt und wie sehr. Oder – und für mich war das die beste Entscheidung, die ich bisher getroffen habe – man geht zurück ins Vertrauen und entscheidet sich, einfach nur zu sein. Ohne wenn und aber, ohne alles zu hinterfragen, ohne diese leisen und manchmal auch lauten Zweifel in uns drin; schaff ich das, kann ich das, was passiert, wenn… Lernen, dass man sich erst Sorgen und Gedanken machen sollte, wenn das Problem definitiv vor einem steht. Und selbst dann ist oft der beste Weg, einfach weiter zu vertrauen; dass es gut wird, dass es weitergehen wird, dass man auch das überdauern kann…

Lernen, dass aufrecht stehen bleiben oft schon der Anfang vom Sieg ist, wenn Sturm aufkommt. Ihm trotzen, mit diesem unbändigen Glauben und Willen, dass alles in uns genug ist, um standhalten zu können. An uns selbst glauben und uns selbst vertrauen, immer! Denn wenn wir den leisesten Zweifel aufkommen lassen an uns selbst, dann spürt uns die Angst und wird bleiben. Und Angst kann sehr laut werden in unseren Gedanken. Sie gar nicht erst entstehen lassen ist der beste Weg, ihr zu entkommen…

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4 Kommentare zu „5. November … keine Angst, das wird gut!

  1. Wunderbar- das Nicht-Nachdenken können/wollen. Denke (haha 😉 ), dass es sicherlich eine zeitlang gut für den Körper, aber vor allem für die Seele ist, wobei ich jedoch hier irgendwo die Befürchtung hätte, dass man es verdrängt. Etwas, was ich bis zur Perfektion beherrschte, jahrelang, nun kommt gerade vieles wieder an die Oberfläche – doch, es kommt ohnehin wieder herauf, oft auch unbewusst, dass man sich dann mit Gefühlen auseinandersetzen muss, wo man sich denkt, was zum..wo kommen die denn auf einmal her? Und wenn man sich diese dann in diesem Moment ansieht, ist es meiner Meinung nach auch ok (auch wenn viele andere meinen, man soll sich permanent damit auseinandersetzen – doch dieser Meinung bin ich nicht, ist erstens zu aufwühlend, zweitens einfach zu viel) – danke für den wundervollen Beitrag – welcher mich nun extra zum Nachdenken anregt 😉 Glg

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    1. Ich habe mehr als mein halbes Leben lang verdrängt und kann heute ruhigen Gewissens sagen; ich denke nicht mehr nach, nur gezielt, bei Bedarf. Alles andere ist schlichtes hinnehmen und sein; die Dinge regeln sich, oft von selbst und ansonsten muss man gelegentlich ein wenig nachhelfen. Annehmen und loslassen, da bleibt nichts, was einen irgendwann einholt. Voraussetzung war allerdings, auf Null zu kommen. Also jede bis dato einzelne Leiche aus dem Keller hochzuholen und anständig zu bestatten. DAS war hart aber seither bin ich bezüglich meiner Gedanken – inzwischen seit zweieinhalb Jahren – frei…

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      1. ja, darum geht es ja- zuvor alles hervor holen und ich habe einige Leichen im tiefen Keller und wie du sagst, die alle auszugraben ist Schwerarbeit – es sind soo viele große Themen – und auf dem Weg dorthin wäre es toll, wenn ich da auch mal eine Zwischenrast einlegen könnte – es sagen auch schon andere (Therapeuten etc), dass ich aktuell zuviel an mir arbeite und mal pausieren soll- haha. jo wie..geht grad nicht…Klar, wenn man bereits die ganze Arbeit erledigt hat, kann man durchaus sich mal eine Auszeit nehmen – versuche es auch jetzt- gelingt eher weniger – gerade bei speziellen Auszeiten kommen bestimmte Themen extra hoch. Danke für die tollen Beiträge und den extra Kommi – Glg 😊

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