3. November … mehr als Ahnung…

So, nun ist Allerseelen auch vorbei. Jetzt sind alle Gräber wieder schön und es wurde – hoffentlich – an jeden gedacht. Den Ahnen gedenken; schon mal wirklich drüber nachgedacht? Meistens kennt man ja seine Eltern, deren Eltern und dann hört es auch schon bald auf, Uroma / Uropa und die Generationen davor kennt man persönlich oft gar nicht. Aus der Familie meiner Mutter existiert ein Familienstammbaum, der zurück bis 1800 geht; wenn man mal überlegt, das sind gerade mal 200 Jahre! Und doch sind da Namen und zum Teil Bilder, die einem nichts, absolut nichts sagen. Ich konnte mich nur mit zweien von ihnen verbinden, auf mentaler Ebene. Eine Frau erkannte ich als Meinesgleichen, ihre Augen sprechen Bände. Da ist sie also, die Linie, durch Generationen…

Von der Seite meines Vaters ist seine Mutter bekannt, als ich noch ein Kind war, haben wir sie manchmal besucht. Vom Vater meines Vaters weiß man nicht viel, er war wohl Soldat damals im Krieg und verschwand ziemlich schnell wieder. Es gibt ein Foto, ein Passbild, welches ihn angeblich zeigt, aber sicher ist sich da niemand. Vielleicht hätte man unseren Vater mal fragen sollen, nur wurde dieses Thema schön brav totgeschwiegen und wurde erst angegangen, als er selbst nicht mehr auf Erden war. Bei uns wurde so vieles einfach ausgeschwiegen, leider. Heute ist, was Ahnen betrifft, nichts mehr nachvollziehbar väterlicherseits. Wird wohl ein Mysterium bleiben. Wie schon mal erwähnt; manches sollte man dringend zu Lebzeiten klären, danach wird es unmöglich sein…

Nennt man Vorfahren deswegen auch Ahnen, weil man oft nur ahnen kann, wer sie waren? Und wie viele Gedanken macht man sich eigentlich über all die Menschen, die einem vorausgegangen sind, vor einem hier waren, damit wir heute überhaupt hier sein können? Habt ihr jemals geahnt oder – wie ich – von Anfang an gewusst, woher ihr kommt? Wem gedenken wir wirklich, wenn wir den Ahnen gedenken? Stehen wir an den Gräbern unserer Eltern und Großeltern oder gedenkt wirklich jemand derer, deren Gräber längst wieder leer und vergessen sind? Woran denkt ihr, wenn ihr den Seelen gedenkt, den Ahnen?

Vielleicht machen wir uns dieses eine mal einfach mal bewusst, wie viele Menschen letztendlich dazu beigetragen haben, dass es uns heute gibt. Und bei all diesen willkürlichen, natürlichen Entscheidungen hatten wir letztendlich sogar noch das Glück, hier geboren zu sein. Hier, in meinem Fall Deutschland und das ist in meinen Augen ein guter Platz auf dieser Erde zum leben…

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