26. September … nimm das doch auch noch!

Manche Menschen möchte man am liebsten irgendwann mal zur Seite nehmen, ihren Kopf sachte in die Hände nehmen und sie zwingen, dass sie einen anschauen. Sie mal ganz direkt und unausweichlich fragen, ob sie das ernst meinen, was sie da sagen, machen oder wollen. Ich bin ein geduldiger Mensch, ok, ausbaufähig aber alles in allem geduldig, aber selbst bei mir ist irgendwann ein Punkt erreicht. Ich hab Menschen in meinem Leben, die sich permanent und immer wieder bei mir ausgekotzt haben, rumheulten, jammerten und das nur, weil ich immer wieder höflich genug war, nachzufragen, wie es ihnen geht. So, wie man es bei Freunden nun mal macht; es ist einem nicht egal, auch wenn man mit der Zeit weiß, dass man die Antworten kennt und es wieder ziemlich anstrengend wird…

Ich habe nicht viele Freundschaften aus dem einfachen Grund, weil ich sie nicht pflegen will. Ich bin ein Mensch, der gern für sich ist, alles – oder zumindest fast alles – mit sich selber ausmachen kann und bisher immer einen Ausweg gefunden hat. Dabei habe ich nie vergessen, wer ich bin und wo ich herkomme und umso wichtiger war es mir immer, zu helfen, wenn ich helfen kann. Also auch wieder und wieder Mensche zuzuhören, die lieber jammern als etwas zu ändern und vor allem; oft gar nicht merken, dass es ihnen gar nicht so schlecht geht, wie sie immer meinen… Jedenfalls, die wenigen Freundschaften, die ich habe, pflege ich, so gut ich kann. Ein Geben und Nehmen, wobei es völlig egal ist, ob der eine mal mehr gibt oder nimmt. Unter Freunden spielt das keine große Rolle, solange beide geben und nehmen. So weit, so gut, findet ihr nicht? Nun bin ich inzwischen so weit, dass ich irgendwann aufhöre, zu geben, wenn mein Gegenüber nur nimmt. Und wenn mein Gegenüber dann weiter nimmt, obwohl ich längst aufgehört habe, zu geben, dann werde ich sehr direkt. Direkt genug zu sagen; du hast den ganzen Kuchen aufgegessen, Nachschlag gibt es keinen, da ist die Tür…

Freundschaft hin oder her, aber ich merke immer mehr, dass ich keine Energieräuber brauchen kann und mir auch nicht erlauben darf. Mein großes Kind verlangt mir inzwischen sehr viel ab, Pausen gibt es für mich nach wie vor keine und in zwei Wochen bin ich auch noch arbeitslos – da wird es für mich immer schwieriger, andere auch nur in irgendeiner Form mit durchzuziehen. Das hab ich für mich gelernt und langsam werde ich da echt knallhart, selbst wenn ich den Menschen eigentlich mag und in irgendeiner Form auch schätze. Ich geh meinen Weg mittlerweile lieber allein als mit Menschen, die immer nur fordern aber im Gegenzug noch nicht mal wissen wollen, wie es einem geht. Wir sollten es uns selbst Wert sein, Grenzen zu setzen; eindeutige und diese auch halten, wenn sie erreicht werden. Wenn wir zu lange nur auf Andere schauen und es gutheißen, dass sie sich nehmen, was sie brauchen, dann wird uns irgendwann entgehen, dass wir längst leer sind, eigentlich gar nichts mehr zu geben haben und vor allem auch nie auch nur einen Funken zurückerhalten haben. Seid euch selbst genug, um nicht auf die Gesellschaft von Menschen angewiesen zu sein, die nur das Beste von euch wollen; eure Zeit, euer Geld, eure Aufmerksamkeit, euer Wissen. Von euch steht da, nicht für euch! Kennt ihr von Peter Maffay den kleinen grünen Drachen namens Tabaluga? Hab ich mir als Kind schon immer angehört, die Geschichten und vor allem die Lieder. Und in einem davon heißt es: „Ich wär so gerne geliebt, doch wer nur nimmt und nicht gibt, wird allein sein…“. Ich für meinen Teil muss mich aus solchen Freundschaften langsam rausnehmen, in denen einer nimmt und einer gibt. Ich geb sonst immer zu viel…

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Bild von Photorama auf Pixabay

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2 Kommentare zu „26. September … nimm das doch auch noch!

  1. Sehe ich exakt gleich! Habe lange, in einem Fall sogar eine jahrzehntelange „Freundschaft“ beendet – weil es keinen Ausgleich mehr gab, immer nur Nehmen – das Geben war minimal bis gar nicht vorhanden. Wiederholte Enttäuschungen und Verletzungen haben irgendwann mal ihre Grenze erreicht. Aktuell habe ich nicht wirklich mehr Freunde, doch das ist dann der Preis, wenn man es so nennen möchte. Ich hatte auch wiederholt verziehen, für Dinge, Situationen, wo andere sofort alles beendet und die Freundschaft gekündigt hätten. Wie nennt man das Geduld? (ein Wort, das ich ansonsten nicht wirklich schreiben kann). Naivität? Dummheit? Vertrauen? Hoffnung in das Gute im Menschen?..Nun,..ich brauche mich aktuell nicht mehr mit solchen Menschen zu ärgern. Und ja, es sind reine Energieräuber. Und meine Energie brauche ich gerade jetzt für mich. Vielleicht egoistisch, aber wenn ich nicht auf mich achte, wer tut es sonst? Sry, texte dich heute iwie zu 😉 Glg und danke für deinen tollen Beiträge- Glg

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