7. August … oh schau mal, ein Abgrund!

Immer wieder interessant, wie unterschiedlich meine Beiträge hier gelesen werden. Fakt ist, umso nackiger ich mich mache, umso mehr wird es gelesen. Ich frag mich ja jedesmal, ob ihr das riecht, dass ich wieder einen Blick auf meine Abgründe freigebe oder warum klicken grade diese Beiträge mehr Leute an? Fragen über Fragen. Wo wir aber grade bei Abgründen sind; warum schaut Mensch so gerne da rein, bzw runter?

Warum interessiert es uns eigentlich immer, wo andere scheitern, jämmerlich versagen und tief fallen? Wo „die anderen“ ihre größten, vielleicht auch dümmsten Fehler begangen haben. Ich meine, klar ist es einfacher, in die Abgründe anderer zu schauen; ist ja so herrlich ungefährlich und manchmal kann man sich ja auch kurz mal wieder in diesem „da gehts mir ja im Vergleich wirklich nicht schlecht“ – Gedanken suhlen und sich wieder etwas besser fühlen. Aber fehlt uns da nicht ein wenig die Empathie mit dem Menschen, dem es dann wohl schlechter geht als uns? Und betrügen wir uns nicht selbst, indem wir uns besser fühlen, obwohl sich überhaupt nichts geändert hat? Also, warum schauen wir nun so gerne in die Abgründe anderer? Oder schüttelt ihr grade den Kopf und weist das von euch; nein, ich schau da gar nicht gerne hin? Und wer liest sie dann, meine Abgründe?

Nun, jedenfalls breitet sich bei uns grade ein wunderschöner Abgrund aus. So, wie es jetzt aussieht, bleib ich auf meinem kaputten Auto und den Gutachtenkosten sitzen. Also kein Auto mehr, dafür einen Berg Kosten. Wie es damit weitergehen soll, weiß ich noch nicht wirklich, denn mein Job ist dann automatisch auch weg. Die Therapie meines Sohnes ist dann auch nicht mehr machbar; es wird sich ein Rattenschwanz hinter der ganzen Sache herziehen, den ich so nicht erwartet habe. Zum ersten mal seit sehr langer Zeit macht mich das müde. Sehr müde. Und ich frage mich langsam; ist im Vertrauen bleiben nicht fast das Gleiche wie kämpfen? Beides kostet manchmal unendlich viel Kraft…

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