31. Juli … tu was du willst, aber schade niemandem

Zur Zeit könnte ja glatt die Stimmung „ich pack meine Schrotflinte aus“ bei mir aufkommen. Aber nein, ich werde das schön brav sein lassen. Man könnte jetzt darüber diskutieren, dass dieser Wahnsinnige, der ein Kind vor den ICE gestoßen hat, gar nicht in Deutschland Schutz gesucht hatte; nein, das hat er in der Schweiz getan und da er sich dort daneben benommen hat, ist er zu uns geflüchtet. Das Ergebnis kennt man…

Auch könnte ich erwähnen, dass sich der Vater meines Großen tatsächlich wieder gemeldet hat. Nachdem er das Jugendamt und mich vor einer Woche bei einem gemeinsamen Termin unentschuldigt versetzt hat, schrieb er dem Jugendamt an selbigem Abend noch eine E-mail. Er war so sehr traurig, dass der Brief mit der Einladung zu dem Termin drei Wochen mit der Post gebraucht hat und erst nach dem Termin bei ihm ankam. Sooo traurig war er… Zwei Dinge mag ich auf dieser Welt gar nicht; Lügen und Menschen, die nur jammern. Ob ihr es glaubt oder nicht, ich kenn da jemanden, der vereint beides in sich und dementsprechend zuwider wird mir dieser Mensch langsam…

Aber nein, ich werde das nicht ins Detail aufdröseln; verschwendete Lebenszeit. Es gibt Dinge, die wir letztendlich nicht allein entscheiden und am Ende müssen wir uns manches mal beugen; sichtbar, fürs Volk, aber niemals im Herzen…

Mein Großer hat seine drei Puppen wieder ausgegraben und fährt sie fleißig spazieren in seinem alten Buggy. Gelegentlich kommt er und sagt: „Mama, mich hat einer ausgelacht weil ich mit Puppen spiel.“. Nun, wenn wir im Leben immer nur tun, was andere für richtig halten, dann werden wir am Schluss nicht nur alle das Gleiche tun und wollen, sondern besonders auch nicht das, was wir selbst eigentlich wollen. Mein Großer, niemand auf dieser Welt hat das Recht, dir etwas abzusprechen, nur weil es für ihn nicht richtig ist. Ich mache auch nicht immer das, was die Gesellschaft von mir erwartet und nicht jedem ist das recht. Aber abends geh ich zufrieden und manchmal sogar glücklich ins Bett. Weil ich einen Tag lang mal wieder einfach nur das getan habe, was ich für richtig halte und was für mich gut ist. Einen ganzen weiteren Tag in meinem Leben war ich einfach nur ich selbst, mit all meinen Schatten, Macken und Nischen und alles, was ich mir für den nächsten Tag vornehme, ist, es genau so wieder zu tun. Wenn es irgendwo da draußen jemanden gibt, mein Sohn, der mir das verbieten möchte oder darüber lachen wird, der hat ein Problem; nicht ich, nein er hat ein Problem. Wahrscheinlich das, den Mut nicht aufzubringen, sein Leben so zu leben, wie er es will…

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