9. Juli … wir begegnen uns nur, wenn es still wird!

Ich kenne einen außergewöhnlichen Mann, der gelähmt ist. Er sagte mir einmal: „Wissen Sie, eigentlich begann ich erst wirklich zu leben, nachdem ich gelähmt war. Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich Zeit, mich selbst zu beobachten, mein Leben zu betrachten, meine Reaktionen und Gedanken. Mein Leben wurde viel tiefer, reicher und viel interessanter als vorher.“ Ist es nicht bemerkenswert, dass ein gelähmter Mann das Leben entdeckte, während viele andere sich frei bewegen können und es doch nicht finden, weil sie innerlich gelähmt sind? Anthony de Mollo

Ich muss gestehen; ich lese inzwischen sehr selten. Bei mir neben dem Klo liegt ein Buch, in meiner Handtasche liegt eines, falls ich mal irgendwo warten muss und wenn ich in die Badewanne geh, nehm ich mir immer ein Buch mit. Zur Zeit lese ich unter anderem ein Buch von Anthony de Mollo, welches voller Inspirationen von ihm ist. Dieser oben beschriebene Mann ist ein perfektes Beispiel. Erst, wenn wir in uns selbst gefangen sind, nehmen wir uns Zeit für uns selbst oder die wichtigen Dinge. Ich dachte anfangs auch, meine Kinder hätten mich verändert – was sie gewiss auch getan haben. Was aber meine Denkweise neu ausgerichtet hat, ist das Ergebnis meines eigenen Stillstands. Jahre war ich an der Seite meines behinderten Sohnes gefangen und bin es zum Teil heute noch. Ganz ehrlich; man hat die Wahl – denke dich tot in der Stille oder hör auf zu denken! Ich hab mich für zweiteres entschieden und lebe sehr gut damit.

Gelegentlich stelle ich mir die ein oder andere Frage, suche in mir die Antwort darauf und dann hör ich wieder auf, zu denken. Diese Stille in mir ist wirklich befreiend. Ich erlebe viele Menschen, die zu viel Zeit haben zum Nachdenken und das führt oft dazu, dass sie sich Sorgen und Gedanken um Dinge machen, die eigentlich gar nicht im Raum stehen müssten. Warum es die meisten Menschen scheuen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und lieber riskieren, sich mit ihren Gedanken in düstere Ecken zu verirren, wird mir ein Rätsel bleiben. Sich selbst mit seinen Gedanken auf Dauer zu zermürben wird sehr viel mehr weh tun, als sich ein mal ins eigene Gesicht zu sehen. Wenn ich euch einen Rat geben darf; hört auf, in der Welt nach den Gründen für euer Wohlergehen zu suchen. Schaut in euch selbst, schließt die Augen und fühlt; wem oder was ihr auch immer dort begegnet – das und allein das seid ihr! Da drin liegt jedes eurer Probleme, aber auch euer ganzes Glück!

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Bild von Heidelbergerin auf Pixabay

 

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