2. Juli … sei einfach du selbst, wenn du das kannst!

Ja, ich wiederhole mich und nein, ich werde es nicht leid, das zu sagen; ich schreibe hier weder, um jemanden zu belehren, noch, um irgendwem zu sagen, wie er zu leben hat! Ich werde hier nie behaupten, dass ich recht habe und ich werde auch niemals behaupten, dass mein Weg der einzig richtige ist! Und obwohl ich längst aufgehört habe, Menschen zu bedauern, so tun mir doch manchmal jene leid, die aus ihrem eigenen Leid nicht herauskommen. Mein Ziel ist es hier nicht, jemandem die lange Nase zu zeigen; ätsch ich hab es aus meiner Dunkelheit raus geschafft, du  nicht! Nein, sowas will ich hier sicher niemandem vermitteln. Für mich ist hier der Weg das Ziel; ich schreibe und werde sehen, wohin das führt. Und wenn wirklich mal Absicht hinter meinen Worten stecken mag, dann höchstens die, jemanden zum Nachdenken zu bringen oder ein wenig Hoffnung zu vermitteln; sieh her, ich hab es auch geschafft, obwohl ich nicht immer stark war…

Was mir auffällt, schon sehr lange; Menschen, die ihr Leid zum Leben brauchen, verurteilen mich hier am schnellsten. Menschen, denen leider nichts außer viel Leid widerfährt im Leben, die bleiben still oder sie geben mir gelegentlich das Feedback, dass sie verstehen, was ich sage. Und dann sind sie wieder still. Weil Menschen, die wirklich leiden, das immer und immer wieder mit sich selbst ausmachen…

Hunde, die bellen, beißen nicht – und so ist es mit den Menschen auch. Wer immer wieder schreit: „Wenn es dir hilft…“ oder „Dann red es dir ein…“, der erkennt am Erfolg anderer, dass er selbst wieder und wieder scheitert. Und dann bellt er jemanden an, weil es immer einfacher ist, laut jemanden anzugreifen, als still mit sich selbst zu leben. Erst gestern bin ich knallhart an eine meiner Grenzen gestoßen; das tat einen Moment weh, aber es hat mich nicht wütend gemacht. Das ist halt mal eine Grenze, über die ich nicht komme, nicht kommen werde – aber das ist ganz allein mein Problem. Deswegen werde ich aber niemanden verurteilen oder in Frage stellen, der diese Grenze problemlos meistert. Im Gegenteil, ich habe vor jenen großen Respekt und doch gestehe ich mir ein; auch du hast Grenzen, die du bewältigen kannst!

Unterm Strich sind wir alle gleich; wir atmen, fühlen Schmerz, haben Hunger, müssen aufs Klo… und doch sind wir alle so grundverschieden. Manche fühlen mehr Schmerz oder viel schneller. Der eine hat mehr Hunger als der andere, dementsprechend geht der eine mehr aufs Klo als der andere; merkt ihr, wie banal das ist? Wir sind Menschen mit den absoluten selben Grundbedürfnissen und doch lebt jeder ein anderes Leben, mit anderen Voraussetzungen, mit anderen Träumen, Zielen und Sehnsüchten. Manche können ihr ganzes Leben alleine verbringen, während andere von der Einsamkeit gequält werden. Ich persönlich lass mir den Mund tot spritzen, bevor ich da einen Zahnarzt ran lasse. Meine Schwester rennt noch nicht mal davon, wenn man ihr gebrochenes Sprunggelenk durch ziehen an ihrem Fuß wieder in die ursrpüngliche Form zurückzieht. Ich bin – außer Zahnarzt – nicht das größte Weichei aber da wäre ich schreiend davon gelaufen… Jeder Mensch auf dieser Welt ist anders. Jeder. Und wer nicht aufhören kann, andere zu verurteilen, ihnen zu neiden, ihnen Missgunst mit auf den Weg zu geben, der hat eines – was ganz grundlegendes – nicht verstanden; ich habe genauso das einfache Grundrecht, zu sein, was ich bin, wie du dieses Recht hast. Und für mich bist du nicht ich! Ich bin für dich jemand anderes, der andere, die andere! So wie du für mich jemand anderes bist. Und doch haben wir die selben Rechte, die selben Grundbedürfnisse und wir besitzen sogar die Freiheit, Respekt voreinander haben zu dürfen! So sehr ich mich darüber freuen dürfte, manchen hier wichtig genug zu sein, dass man meinen Blog nur liest, um Fehler zu suchen, so sehr bedauer ich diese Menschen, dass sie mit ihrer Zeit nichts besseres anzufangen wissen. Irgendwann besitzt ihr vielleicht auch die Gleichgültigkeit, mich leben lassen zu können, egal wie gut es mir geht. Wie man diese Gleichgültigkeit erlangt? Indem man sich frei macht von dem Glauben; was man selbst nicht schafft, dürfen andere auch nicht schaffen. Doch, das dürfen sie und man darf sich sogar mit ihnen freuen. Ich freue mich auch für jeden, der sich selbst die Knechtschaft abnimmt, über andere urteilen zu müssen… 😉

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