30. Juni … und wofür lebst du?

Jetzt mal Hand aufs Herz, wofür lebt ihr? Ich meine nicht diesen unsinnigen Sinn des Lebens, nach dem wohl jeder wenigstens einmal in seinem Leben sucht. Viel mehr meine ich; was treibt dich an, wofür schlägt dein Herz schneller, wofür liebst du und wann gehst du in die Knie? Wenn ihr einen Traum in euren Herzen habt; lasst ihr ihn dort oder geht ihr da raus, in die Welt und seht zu, dass er wahr wird? Wartest du darauf, dass dein Glücksstern fällt oder kletterst du selbst auf den höchsten Berg, um dem Himmel so nah wie möglich zu kommen?

Wofür lebt ihr? Für diesen einen Moment, der diese ganz besondere Perfektion in sich vereint; dieses Gefühl von Ewigkeit, Besonderheit und dem Einmaligen? Lebst du deine Jahre ab oder gibst du selbst ihnen Leben? Hauchst du ihnen von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag und immer wieder Leben ein oder lässt du die Momente vergehen, um dich irgendwann zu fragen, wo all die Jahre geblieben sind? Hast du diesen einen großen Traum, den du noch nie aus den Augen verloren hast oder sind es immer wieder neue, fixe Ideen, die du umsetzen willst? Und hast du jemals dieses Beben gespürt, wenn das Leben ganz besonders ist? Wenn man den Puls förmlich spüren kann, dieses Rauschen wahrnimmt, als würde das Leben selbst einen Herzschlag haben? Als könnte man das Blut hören, welches durch die Adern fließt und die Lebendigkeit förmlich spüren, die Augen schließt und leise flüstert: „So, genau so, so sollst du sein, Leben!“

Und wofür wirst du erst leben, wenn der Boden wankt, der Himmel weint und das Tageslicht schwindet? Wenn die Dunkelheit dich umarmt, die Finsternis dich küsst und dir gar nichts bleibt, außer die nackte Erinnerung? Wirst du ihren Wert erkennen und sie im Herzen tragen; stolz und aufrecht, dankbar, dass es sie überhaupt gibt, auch wenn sie dann nur noch stummer Zeuge einer einst großen Zeit ist? Oder wirst du sie verkennen, dein Leid klagen und all das wundervolle in Frage stellen, weil es keinen Bestand hatte…

Wofür lebst du – lebst du? Wofür, wenn nicht für den Moment. Nur für den Moment, jeder besonders und einzigartig. Mancher schön, dass er uns den Atem nimmt, mancher schwer, dass jede Hoffnung sinkt. Lebst du den Moment oder vergisst du jedes noch so kleine Glück, wenn es dunkel wird? Hand aufs Herz, wofür lebst du?

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