25. Juni … mit dem Kopf kommt man nicht immer durch die Wand!

Um mal ein wenig von mir abzulenken; wie stur seid ihr eigentlich? Wenn es darum geht, etwas einzugestehen, zuzugeben, anzunehmen oder einfach nur zuzulassen? Gehört ihr auch zu der Sorte Mensch, die erst zum Arzt geht, wenn gar nichts mehr geht? so quasi mit dem Kopf unter dem Arm? Seid ihr auch so, dass ihr das Schwert vom Boden aufhebt und mit der anderen Hand weitermacht, nachdem man euch den Arm abgeschlagen hat? Ok, zu der Sorte gehör ich nicht mehr, mein Schwert hängt seit über zwei Jahren am Nagel; aber könnt ihr aufgeben, solange ihr noch halbwegs aufrecht stehen könnt oder es auch nur den Funken an Hoffnung gibt? Seht ihr, ich auch nicht…

Der Doc hat mich gleich mal aus dem Verkehr gezogen. Ziemlich dumm und leichtsinnig hat er mich genannt, weil ich gern arbeiten gehen würde. Ich muss dazu sagen – und das hab ich so noch nicht erlebt – das war nicht mein Arzt. Nachdem ich meine Kinder in die Schule gebracht hatte, bin ich direkt zu meinem Hausarzt. Ok, ich könnte nicht beschwören, wie er aussieht, dafür seh ich ihn zu selten, aber ich bin mir sicher – das war nicht mein Hausarzt. Da kam ein Mann ins Wartezimmer, den hab ich noch nie gesehen. Der rief mich nicht mit Nachnamen, sondern mit Vornamen auf. Duzte mich einfach, quatsche drauf los, schob mich ins Behandlungszimmer. Ich stand vor dem Stuhl, unsicher, ob ich mich setzen sollte oder doch lieber stehen blieb – immerhin komm ich im Moment kaum selbstständig und vor allem schmerzfrei wieder hoch. Da griff er ohne Vorwarnung von hinten an meine Klamotten, zog meine Sweatjacke und das Top darunter hoch und Griff mir an den Rücken. So einen lockeren Umgang mit Patienten hab ich noch nicht erlebt. Aber er hat mir in derbem Bayerisch die Leviten gelesen, vom Feinsten!

Egal wie stur wir sind, wie stark wir uns selbst einschätzen, wie unbeugsam wir uns manchmal fühlen wollen; wenn unser Körper uns unmissverständlich klar machen will, dass es reicht, dann, spätestens dann sollten wir ihm zuhören. Und aufhören, ihm trotzen zu wollen. Niemand weiß so sicher, wann Schluss ist, wie unser Körper. Unser Zuhause, das Haus unserer Seele, unseres Geistes. Erhalten wir ihn!

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