20. Juni … wer nicht wagt, hat nicht gelebt!

„Das Leben wagen, das heißt wagen, in jedem Moment zu sterben, aber ebenso wagen, geboren zu werden, das heißt, durch große Etappen in unserem Leben zu gehen, wo das stirbt, was wir gewesen sind, um etwas anderem Platz zu machen, einer neuen Sicht der Welt – all das in dem Eingeständnis , dass es viele Stufen zu überschreiten gibt, bevor wir zur letzten Phase des Erwachens gelangen.“ Arnaud Desjardins

Und das alles in einem Satz! Ich bin also nicht der einzige Mensch auf dieser Welt, der mit endlosen Sätzen Verwirrung stiften kann…

„Leben wagen heißt, in jedem Moment zu sterben, aber ebenso, geboren zu werden“ – der Teil ist wichtig, wenn ihr mich fragt. Einfach das Leben wagen, ohne immer zu hinterfragen, ob es vernünftig, sicher oder sinnvoll ist. Weil wir nichts mehr wagen, wenn wir vorher auch nur jeden Ansatz an Möglichkeiten durchgehen, woran es scheitern könnte. Und nicht nur dem sollten wir uns bewusst werden, sondern auch – und vielleicht besonders – der Tatsache, dass dem Anfang von etwas Neuem oft das Sterben des Alten vorausgehen muss. Wir sehen im Tod nur das Leid, dabei ist er nur der Beginn von neuem Leben. Bedauern müssen wir – als Hinterbliebener – eigentlich nur die Tatsache, dass wir nun an der Reise des Verstorbenen nicht mehr teilhaben können. Wir sehen sein Leben und jegliche Verbindung zueinander als beendet und verfallen in Leid. Dabei fängt grad alles nur von vorne an, lediglich die Dimension verändert sich. Das Alte macht dem neuen Platz und jeder Mensch, der nicht fertig ist mit seinem Erwachen, wird wiederkommen. Deswegen brauchen wir nicht nur diesen unbändigen Mut, dem Leben furchtlos zu begegnen mit dem Wissen, jederzeit sterben zu können, sondern auch und besonders das Bewusstsein, wieder geboren zu werden. Um zu vollenden, was wir angefangen haben; über viele Leben, bis wir verstanden haben. Es geht nicht um verlieren, trauern und Schmerz, sondern um den Mut, der in uns wachsen muss, es immer wieder zu versuchen, bis wir die Angst los sind und das Vertrauen in uns haben; es wird gut!

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Ein Kommentar zu „20. Juni … wer nicht wagt, hat nicht gelebt!

  1. Hi 🙂
    Ein sehr schöner Beitrag zum Nachdenken! Leider wagen wir meiner Meinung nach viel zu wenig. Ich meine, schauen wir uns mal die Welt an, wie viele gibt es, die in ihrem Leben WIRKLICH etwas weltbewegendes gewagt haben. Ich meine nicht die kleinen Dinge (soll ich umziehen, soll ich meine Beziehung beenden) – ich denke eher an die verborgenen Träume, die jeder Mensch in sich trägt. Die Träume, die vor sich hin verwesen, weil „wir es nicht wagen“. (da zähle ich mich zweifellos dazu!)

    Noch etwas: „Ein Ende zu setzen bedeutet auch, irgendwo einen neuen Anfang zu finden“ – dieser Satz kam mir vor langer Zeit einmal in den Sinn und du hast mich durch deinen Beitrag wieder daran erinnert. Vielen lieben Dank!!!
    ~liebe Grüße Ceyes.

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