14. Juni … Klingelingeling hier ist ein Vollidiot!

Erschöpft und müde, so geht es mir zur Zeit. Nachts durchschlafen, wenigstens mal für 3 bis 4 Stunden – Fehlanzeige und das schon länger. Nachts hält mich mein Großer vom Schlafen ab, tagsüber entwickeln sich bei uns die Dinge etwas anstrengend. Seit der Brief vom Vater meines Großen kam, läutet manchmal das Telefon. Geh ich ran, wird aufgelegt. Anfangs anonym, manchmal hört man ein atmen, manchmal ist es ganz still, manchmal wird sofort aufgelegt. Inzwischen sind es mehrere Nummern, die das den ganzen Tag machen; keine davon lässt sich konkret wem zuordnen oder taucht als Werbeanrufer im Internet auf. Nichts. Es wird immer aufgelegt. Vor Jahren hatte ich diesen Terror schon mal und damals wusste ich genau, wer das war. Im Moment weigert sich mein Verstand, der gleichen Person das jetzt zuzuordnen, irgendwann werd ich aber nachgeben müssen. Gestern klingelte das Telefon mehr als zehn mal. Heute bleibt es aus….

Damals verschwand auch plötzlich meine Post; wichtige Briefe kamen einfach nie an. Bis ich herausfand, dass sie mir aus dem Briefkasten geklaut wurden. Allerdings hatten wir damals die Kästen außen am Haus, für jeden zugänglich. Jetzt wohnen wir Altbau, wo die Postkästen im Treppenhaus sind. Und doch fehlen mir inzwischen drei wichtige Briefe….Mit dem Jugendamt hab ich immer noch nicht sprechen können. Wollte ja den Zuständigen dort daran erinnern, dass wir vor Jahren vereinbart haben, dass der Vater Kontakt zum Kind erst mal nur noch übers Jugendamt bekommt. Als der Brief vor paar Wochen kam, rief ich direkt im Jugendamt an. Unser Sachbearbeiter war im Urlaub, also wartete ich ab, bis er wieder da war und rief dann jeden Tag an. Mehrmals, nachdem es oft hieß, er sei später oder am Nachmittag da. Auch eine Email ließ ich ihm zukommen und eine Nachricht hinterlegen und bat um Rückruf. Nichts passierte. Man betet ja schon irgendwie immer wieder, dass man nie wirklich auf das Jugendamt angewiesen ist, im Notfall. Da vergeht viel zu viel Zeit, bis man überhaupt wen erreicht…

Was ich mir denn konkret erwarten würde von meinem Sachberarbeiter, der könne doch auch nichts machen – hieß es gestern, als ich wieder mal anrief und vertröstet wurde. Der zuständige Beamte ist mal wieder im Urlaub. Ein klein wenig ist mir da die Hutschnur hochgegangen. Was ich erwarte? Dass Abmachungen eingehalten werden. Dass ich nicht wieder terrorisiert werde, nur weil sich grad jemand daran erinnert, dass er ein Kind hat. Und dass diese Lügen endlich aufhören, die sind am schlimmsten. Manche Menschen können so herzergreifend rumheulen und jammern, dass ihnen tatsächlich irgendwann geglaubt wird. Ganz ehrlich; solange es den Vater nicht interessiert, wie es seinem Kind geht, solange interessiert es mich nicht, wie es dem Vater geht. Ein Brief, der eine ganze Seite lang ist, mehrere Lügen enthält aber nicht einmal die einfache Frage „Wie geht es meinem Kind?“ – der ist das Papier nicht wert, auf dem er geschrieben ist. Also, wer auch immer sich meine Post mal wieder unter den Nagel reißt; sieh bitte zu, dass ich Briefe solcher Art gar nicht mehr erhalte…

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