4. Juni … lachen, auch wenn es mal nicht weiter geht!

Unsere Stadt blüht ja mal wieder voll auf mit Baustellen. Ich meide die Innenstadt, wo es nur geht. Nur, wenn es wirklich sein muss, bekommt man mich da rein und wenn dann meistens zu Fuß.

Gestern war ich mit Sohnemann zur Gesprächstherapie. Da ich vergessen hatte zu Tanken, nahmen wir das Auto und ich lud ihn bei seiner Therapie ab. Nur schnell tanken, dachte ich und düste weiter. Am Rückweg stellte sich dieser dann als gar nicht so einfach raus; egal, wo ich abbiegen wollte, es war gesperrt. An einer Straße Richtung Innenstadt wieder ein Schild, auf dem stand „Zufahrt ab Hausnummer xy gesperrt“. Null Plan, wo diese Hausnummer sich befindet, aber weit und breit keine Sperre in Sicht. Also spontan Blinker rein und los, mal sehen, wie weit ich komm, dacht ich mir. An der nächsten großen Kreuzung musste ich wieder abbiegen, die Haltelinie war dort allerdings frisch gemacht worden und mit orangen Hütchen (Pylonen, Mama, Pylonen – was sich Kinder alles merken, wenn man es mal gegoogelt hat!) umrandet. Als es grün wurde wartete ich also den Gegenverkehr ab und wollte die Linie dann auf der Gegenfahrbahn umfahren. Das eine Auto aus der Gegenrichtung wollte in die selbe Straße abbiegen wie ich, blieb aber stehen. Und jetzt erst sah ich, dass auch er sich wohl durch eine Baustelle gemogelt hatte und da standen wir nun; wie zwei ertappte kleine Schulkinder, ohne Plan, wie es jetzt weitergeht. Ich winkte ihn vorbei, er grüßte freundlich und winkte mich vorbei. So ging das eine Weile, bis wir beide anfingen, schallend zu lachen. Wir einigten uns dann nach guter alter Manier auf „Ladies first“ und ich bog vor ihm ab. Während ich noch immer lachte, dachte ich so bei mir: „Hat er wohl nicht kapiert, dass er Vorfahrt hatte“. Grad wollt ich nochmal Luft holen und erneut zum Lachen ansetzen, da dämmerte es mir; ich hatte vorfahrt gehabt! Hatte ich nur nicht kapiert weil ich auf der Gegenfahrbahn stand. Beherzt klatschte ich mir ans Hirn und fing ich schallend an zu lachen und mit einem Blick in den Rückspiegel hob ich entschuldigend die Hand und versuchte ein „Sorry“, während ich noch kicherte. Ein zweiter Blick in den Rückspiegel ließ mich wissen, dass der andere Fahrer hinter mir breit grinsend nickte. Dann hob er grüßend die Hand, blinkte und fuhr in eine andere Richtung davon.

Herrlich, wenn man mal wieder so lachen kann. Einfach so, weil einem danach ist und dann, im zweiten anlauf, sogar über sich selbst! Sollten wir viel öfter machen; lachen, einfach lachen, es tut dem Herzen so gut!

 

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