15. Mai … wenns mal wieder gar nicht läuft…

Wie lange hab ich auf den Tag gewartet? Auf den Tag, an dem ich tatsächlich mal wieder in Wut gerate; so richtig! Mehr als zwei Jahre, weit mehr als zwei Jahre, aber gestern war er da. Morgens wollte gleich mal mein Auto nicht, also hab ich die Kinder zu Fuß in die Schule gebracht. Da ich heute ohnehin einen Termin in der Werkstatt habe, ließ ich das Auto eben stehen, allerdings nahm ich mir vor, meinen Mechaniker mal etwas wachzurütteln. Entweder schafft er jetzt mal sämtliche Wehwehchen meiner betagten Karre aus der Welt oder… Ja, was oder? Ich bezahl in der Werkstatt ein Vermögen dafür und verliere einen Freund. Es hat nicht nur Vorteile, wenn man seinen Mechaniker seit über 20 Jahren kennt und mit ihm befreundet ist…

Beim Zahnarzt lief es auch nicht besser. Anstatt mir dieses mal einen vernünftigen Kostenvoranschlag vorzulegen, war genau das Gegenteil der Fall. Inzwischen sind wir bei 3500 Euro. Für eine Zahnlücke! Eine! Eine Zahnlücke, die ich noch nicht mal habe! Ich frage mich immernoch, welchen Teil von Alleinerziehend, nicht Vollzeit arbeitend und sinnvollen aber bezahlbaren Zahnersatz sie nicht verstanden hat. Eigentlich mag ich meine Zahnärztin aber langsam glaube ich, ich bin dort nicht ganz so gut aufgehoben, wie ich immer dachte…

Nach dieser Zeitverschwendung lief ich dann mal nach Hause und staunte dort über einen Brief im Postkasten, der von Hand adressiert war. Selten geworden, solche Post. Hätte ich gewusst, von wem sie ist, wäre ich nicht auf die dämliche Idee gekommen, ihn zu öffnen. Tatsächlich schreibt der Vater meines großen Sohnes. Und schon im ersten Satz eine Lüge; „wollte ich mich nach 2 Jahren mal wieder melden.,..“ steht da in feinster Sauklaue. 5 Jahre, 5! 5 Jahre hat dich dein Sohn nicht interessiert; weder, wie es ihm geht, noch, ob er was zu Essen hat. 5 Jahre lang hab ich in Kopie vom Jugendamt deine Ausreden bekommen, warum du immer noch nicht fähig warst und bist, wenigstens teilweise Unterhalt aufzubringen. 5 Jahre, in denen du mehrere Ehen hattest und deine Frauen zum Teil bei mir angerufen haben. Beschimpft wurde ich von denen, warum du deinen Sohn nicht sehen darfst. Nur eine Frau hat mich das nicht gefragt, die wollte nur wissen, ob du wirklich jedes zweite Wochenende hier bei deinem Sohn bist. Nein, warst du nie! Und schon im nächsten Satz die nächste Lüge; „egal, wie sehr du mich beschimpfst und verleumdest…“ – weder noch, mein Guter, weder noch! Ich habe dich nie beschimpft oder verleumdet, ich habe deinen Frauen nur die Wahrheit gesagt und zwar ohne ein böses Wort. Weil ich ganz froh war, dich los zu sein, mich mit deinen Lügen und Geschichten nicht mehr rumärgern zu müssen. Dreimal musste ich deinen Brief lesen, um deine Schrift zu entziffern und deine Frechheit und Dreistigkeit verstehen zu können. Und ja, da hab ich mich dann endlich mal herrlich aufgeregt! Und wie! Und nein, du wirst hier nicht nach 5 Jahren reinspazieren und dir nehmen, was dir vermeintlich zusteht, ganz sicher nicht! Wenn ich dafür den Pakt des Jahrhunderts eingehen muss, den Leibhaftigen selbst erschaffen muss; ich zahle jeden Preis dafür, aber deine Psychospielchen werde ich keinen einzigen Tag mehr in meinem Leben dulden. Nicht einen!

Tja, das war definitiv nicht mein Tag gestern. Aber eines weiß ich jetzt ganz sicher; aufregen kann ich mich noch…

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4 Kommentare zu „15. Mai … wenns mal wieder gar nicht läuft…

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