2. Mai … ich glaub, ich hab den Jahrestag verpennt!

Huch! Gestern hab ich doch tatsächlich eine kleine Nachricht von WordPress hier bekommen: “ Glückwunsch zum Jahrestag auf WordPress!“ Stimmt! Gestern vor einem Jahr hab ich hier angefangen zu schreiben. Auf den Tag genau, am Maifeiertag. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Mir kommt es immer noch wie ein Experiment vor, hier zu schreiben; mal sehen, was passiert. Was passiert ist? Ich hab paar wirklich tolle Leute kennengelernt. Größtenteils wirklich schöne Diskussionen geführt. Viel Zuspruch bekommen, viele nette Worte erhalten; also mal ein ganz großes DANKE an euch alle da draußen, die mich immer wieder gelesen haben! Ohne euch wäre ich ja längst nicht mehr hier…

Besonders in letzter Zeit fange ich wieder an, alles sehr zu schätzen. Momentan kann ich hinschauen, wo ich will; es kriselt, es bröckelt, es wankt. Bei vielen scheint grad einiges zusammenzubrechen, bei bedenklich vielen. Und bei mir? Ich streichel meinen vielen Problemchen liebevoll über ihre kleinen Köpfchen und freu mich, dass sie nicht sehr groß werden. Keines davon scheint mir unlösbar oder macht mich schlaflos. Es rüttelt zwar manchmal, wird hin und wieder etwas stürmisch aber ins Wanken kommt hier nicht. Mein Fundament scheint zu halten, wofür ich sehr dankbar bin! Ein wenig erinnert mich das immer an meine Kinder; machen den ganzen Tag Blödsinn, haben nur Flausen im Kopf, aber wenn sie was wollen, können sie unglaublich brav und lieb sein. Dann hoffen sie, Mama wird weich! So machen es die meisten Menschen; leben, als gebe es kein Morgen, kennen weder Glauben noch wirkliche Dankbarkeit, doch wehe, ihre Welt gerät ins Wanken! Dann fangen sie an zu hoffen, gar zu beten; „da werden sie katholisch“ sagt man bei uns in Bayern. Plötzlich wird gehofft, gebetet, gefleht. Warum erkennen und vor allem finden wir unseren Glauben nur dann, wenn wir ihn brauchen? Statt uns immer dessen bewusst zu bleiben und in guten Zeiten Demut und Dankbarkeit zu leben? Unseren Glauben schätzen, anerkennen und vor allem pflegen und wahrnehmen, auch wenn wir ihn manchmal gar nicht brauchen – das ist mein Weg. Glaube kann nämlich manchmal auch wie eine strenge Mutter sein; hat man zu viele Faxen gemacht, ist da nichts mehr zu bekommen. Auch nicht, wenn man ganz plötzlich brav wird… 😉

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