29. April … du bist stark, du weißt es nur nicht!

„Dies ist die glorreiche Seele, an die wir glauben müssen. Daraus wird Kraft entstehen. Was auch immer du denkst, das wirst du sein. Denkst du an dich als schwach, wirst du schwach sein; denkst du an dich als stark, wirst du stark sein. Dies lehrt uns, uns nicht als schwach anzusehen, sondern als stark, allmächtig, allwissend. Auch was ich noch nicht zum Ausdruck gebracht habe, ist doch in mir. Alles Wissen ist in mir, alle Macht, alle Reinheit und alle Freiheit. Warum kann ich dieses Wissen nicht zum Ausdruck bringen? Weil ich nicht daran glaube. Lass mich daran glauben und es muss und wird sich erweisen. Das ist es, was die Vorstellung vom Unpersönlichen lehrt.“ Swami Vivekananda

Mir hat jemand solange seine Ansicht an sich selbst vermittelt, bis ich sie geglaubt habe. Ich hab ihm den Gefallen getan, das in ihm zu sehen, was er selbst in sich sehen will. Als ich ihm dann mitteilte, dass ich nun „den schizophrenen Alkoholiker, der aus seiner Komfortzone nicht raus möchte“ sehen kann, musste ich ihm auch klar machen, dass das nicht der Umgang ist, den ich pflegen möchte. Und das liegt weder an seinem Alkoholproblem, noch an einer psychischen Erkrankung oder seiner Faulheit, an all dem nichts ändern zu wollen. Sondern schlicht und ergreifend daran, dass ich nicht bereit war, etwas in ihm zu sehen, das er nicht war…

Komfortzone; viele Menschen machen es sich darin bequem. Ich bin krank; ich bin schwach, ich hab so viel Leid erlebt… Es gibt unzählige Gründe, warum sich ein Mensch an irgendeinem Punkt in seinem Leben einfach hinsetzt und weigert, weiterzugehen. Fakt ist, dass viele irgendwann zu bequem werden, um wieder aufzustehen. Man hat sich ja eine Ausrede – sein Leid – wunderbar zurecht gelegt und kann es immer wieder als Ausrede verwenden. Denn nicht nur Andere glauben irgendwann, was wir ihnen erfolgreich immer wieder erzählen, sondern auch wir selbst. Wenn wir uns also lange genug einreden, zu schwach für diese Welt zu sein, dann werden wir es irgendwann definitiv sein. Wir werden scheitern, weil wir lange genug daran glauben, es ohnehin nie zu schaffen. Wir werden fallen, weil wir uns den Aufstieg erst gar nie zugetraut haben. Wir werden klein bleiben, weil wir uns für das Große nie bestimmt gefühlt haben…

„Du bist was du denkst“, so lautet meine Devise seit inzwischen über zwei Jahren. Was mich in der Zeit so stark gemacht hat? Der Glaube daran, stark zu sein! Was mich so weit gebracht hat? Der Wille, so weit zu kommen. Was mich dabei beschützt hat? Mein Vertrauen in alles, was ich mach. Wir müssen an unsere Seele glauben, denn sie allein ist unsere Kraft. Und unser Vertrauen wieder finden, dass wir alles in uns tragen, was wir brauchen. Allerdings wird uns das beste Brot nicht satt machen, wenn wir es nicht essen. Solang wir also die Schätze in uns selbst nicht bergen und verwenden, solange werden wir auch nicht sein, was wirklich in uns steckt…

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