25. April – ich, die Hexe!

Da befasst man sich mal wieder ein wenig mit der Dunkelheit und Schwupp – man steckt wieder mitten drin! Die Nächte werden schlaflos, sobald das letzte Sonnenlicht verblasst kommt diese Ruhelosigkeit. Wie ein unsichtbarer Geist, der einen sachte wachküsst und die Sehnsucht weckt; geh, geh in deine Finsternis, sie wartet auf dich…

Unglaublich, wie schnell die Energien zurückkehren, wie rasch sich der müde Geist erinnert; wie Wind fährt es in meine Flügel und flüstert leise „Flieg, flieg einfach, du weißt, dass du es kannst!“. Ja, das weiß ich, ich kann es aber in meine geliebte Dunkelheit zurückkehren ist wie heimkommen; man will nie wieder fort. Sie umarmt und nährt mich wie eine liebende Mutter. Und wo mein Verstand anfangs noch zischte „Nein, das tust du nicht!“ schweigt er jetzt. Ganz still sieht er zu, wie ich meinen Platz wieder einnehme, als hätte er verstanden, dass es ohnehin zwecklos ist. Zwecklos, mich zu warnen oder aufzuhalten. Und endlich fühlt es sich richtig an und es fühlt sich nicht mal nach Scheitern an. Soll ich jetzt glauben, ich sei am Licht gescheitert? Nein, ich behalte mein positives Denken; ich hab am Licht gelernt, wohin ich gehöre!

Ich hab angefangen, zu leben, als ich aufhörte zu kämpfen. Plötzlich war diese Last weg, dieses wahnsinnige Gewicht auf meinen Schultern; du musst was erreichen, du musst wer sein, du willst geliebt werden, du musst… Einen Dreck muss ich! Das war die beste Erkenntnis meines Lebens! Und es ist mir gelungen, einfach nur zu sein. Ohne Werte, ohne Urteile, ohne den Drang, um irgendwas kämpfen zu müssen. Weil mir klar geworden ist, dass alles, was im Leben auch nur irgendwie zu mir gehört, den Weg auch zu mir finden wird. Ganz ohne Kampf! Und dann waren da noch diese Reaktionen auf meine Ehrlichkeit; wie viele Menschen wollten mir einreden, dass niemand die Dunkelheit überdauern kann. Und wie viele sind nahezu schreiend geflüchtet; mit sowas wie mir will man nichts zu tun haben. Und wie groß war ihre Angst vor der angeblichen Tatsache, dass alles, was wir mit negativen Energien verrichten, negativ auf uns selbst zurückfallen wird. Anfangs war mir das Ansporn genug, von meiner Dunkelheit wegzukommen. Inzwischen weiß ich meine Energien so sicher und schützend um mich, dass es mich nicht mal mehr einen Gedanken kostet, ob ich mich vor irgendwas fürchten soll auf dieser Welt; nein, ich fürchte nichts! Mir hat das Scheitern am Licht nicht weh getan, im Gegenteil; es macht mich stark. Es lässt mich aufstehen, das Kinn nach oben recken und selbstbewusst sagen; ich komm nicht aus dem Licht, nein, ich komme aus jener Finsternis, die die meisten Menschen fürchten. Meine Seele und mein Wissen sind alt, sehr alt und was schon Jahrhunderte überdauert hat, wird noch viele Jahrhunderte überdauern. Was ihr Hexe nennt ist in Wahrheit nur eine Seele, welche sich erinnert; erinnert bis in die Wurzeln ihres Seins. Und was ihr Licht nennt, ist nur die Kehrseite meines Schattens. Meine Finsternis ist nur die Abwesenheit von eurem Licht und was ihr Böse nennt ist nichts als die Abwesenheit eures Gottes, eurer Liebe, eures Glaubens. Nicht mehr, aber auch nicht weniger…

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