2. April … warum darf ich dich nicht halten…

… manchmal muss man sein Herz behutsam in den Arm nehmen, ihm vorsichtig sagen, dass es jetzt stark sein muss und ihm dann klar machen, dass etwas, was es sich so sehnlich wünscht, nie sein wird. Manche Dinge kann man eine Weile aufrecht halten, obwohl sie längst verloren sind. Man hält sie einfach aufrecht; stur, tapfer, trotzig. Weil man nicht aufgeben will; es nicht wahrhaben will oder einfach nur weil man halt nicht aufgeben kann…

Bis dann dieser eine gefürchtete Moment kommt, in dem man sich endlich eingesteht; es geht nicht, es macht keinen Sinn, es darf nicht sein. Man kann noch so oft dieses eine Lied anhören, welches exakt das aussagt, was man denkt und fühlt – es ändert nichts, nie. Ich erkenn da eine riesen Baustelle; ich muss lernen, aufgeben zu können, selbst wenn man mit eigenen Händen diese verdammte Hoffnung töten muss dafür. Lern das endlich, altes Mädchen, sonst tut es irgendwann wieder weh…

Gestern hatte ich diesen winzigen Moment, in dem Sehnsucht in meinem Herzen aufkam. Die Sehnsucht, meinen Kopf irgendwo anlehnen zu können und für einen Moment – nur einen Seufzer lang – schwach sein zu dürfen. Mein Herz hat müde gelächelt und diesen Moment einfach beiseite geschoben. Dann hat es gelacht und gesagt: „Ja ne, ist klar! Und als nächstes willst du sagen dürfen, dass du das alles nicht mehr schaffst? Reiß dich zusammen!“ und die Sehnsucht war wieder fort. Ich bin halt auch nicht immer nur stark. Auch ich hab meine Momente, wo mich diese wunderschöne Welt gerne mal von hinten betrachten darf. Niemand ist unbesiegbar, auch ich nicht. Manchmal bin ich auch nur einen ticken stärker als die Angst. Und darauf kommt es letztendlich an; im richtigen Moment einen Funken stärker sein als das, was droht, uns umzuwerfen…

So und nun geh ich wieder mein Lied anhören. Dieser verdammte Song hat immer noch eine Stelle, die weh tut. Und ich hab immer noch dieses große Bedürfnis, herauszufinden, wie tief dieser Abgrund wohl ist. Wo ist eigentlich die Vernunft,wenn man sie mal braucht…

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