31. März … bleib stark!

Weinen ist ja auch manchmal wie ein reinigendes Gewitter im Sommer, findet ihr nicht? Ich hab es jedenfalls für dieses Jahr mal wieder hinter mir und es war herrlich befreiend. So hart dieser Tag jedes mal ist – auch wenn ich mir nichts anmerken lasse, denn diesen Schmerz teile ich nicht und mach ich ganz allein mit mir aus – so sehr mag ich den vertrauten Schmerz ganz tief im Herzen und meiner Seele. Ich bin ein unglaublich sensibler Mensch – merkt man kaum, nicht wahr? Ich trag so viel Gefühl in mir rum; oft für die Welt mehr als für mich selbst. Nur musste ich diesen Weg in dieser Welt für mich finden, um überleben zu können; wahrscheinlich war ich einfach viel zu sensibel und weich für die Welt. Es gab Zeiten, da konnte mich ein einziger Gedanke zum Weinen bringen – oder eine einzige Zeile in einem Lied. Hätte ich daran nicht irgendwann etwas geändert, ich wär zugrunde gegangen.

Heute scheine ich ein eiskalter Mensch zu sein und die wenigsten kommen durch all diese Mauern meiner Festung bis zu meinem Kern. Die wenigsten wissen ohnehin, dass es den überhaupt noch gibt! Wozu auch? Kann ich ja gleich eine Zielscheibe drauf malen und jedem da draußen ein Gewehr in die Hand drücken…

Gestern hat mir jemand gesagt „In meinen Augen bist du eine der stärksten Persönlichkeiten, die hier auf diesem Planeten sind. Und probierst, deine Stärke weiter zu geben zu dem nächst Schwächeren, das ist wahre Stärke…“. Wisst ihr, was schade ist? Diese Worte kommen von einem Menschen, der an seinem Leben zerbricht. Und manchmal hasse ich diese verdammte Welt dafür, dass nicht einfach jeder auf ihr so stark sein kann. Und ja, ich versuche immer, zuzuhören, da zu sein oder einfach nur jemandem aufzuzeigen, wie es leichter gehen könnte im Leben. Aber ich muss noch immer weiter lernen; es ist nicht jeder so stark wie ich! Was für mich heute so einfach ist, war ein langer schwerer Weg, der immer noch weiter gegangen werden muss. Aber ich geh ihn und wirklich schwer war nur der Anfang. Und wenn man mal weiß, wie einfach es danach wird, dann ist es umso unerträglicher, manche Menschen  nicht aus ihrer eigenen Hölle rausholen zu können, um auch diesen Weg zu gehen. Da bleibt einem leider nur, standhaft zu bleiben. Auch im Sturm und ohne Rettungsboot. Denn eines werde ich sicher nie tun; jemanden, den ich nicht retten kann, allein untergehen lassen. Schmink dir das ab, mein Freund! Werd ich sicher nicht tun. Ich werd stark bleiben für dich, bis zum Schluss… 

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