13. März … sei dir selbst ein Freund!

Warum fällt es Menschen immer wieder leichter, etwas für andere zu tun, was sie für sich selbst nicht hinbekommen? Ich stelle die Frage immer wieder gern: „Wer von den Menschen in deinem Leben gehört zu deinen engsten Freunden?“ Ein einziges mal habe ich bisher eine Antwort bekommen, in der sich der Gefragte selbst genannt hat. Ein einziges mal! Der Weg zu uns selbst beginnt damit, dass wir uns selbst so annehmen, wie wir sind. Mit all unseren Fehlern unseren eigenen Wert erkennen, uns umarmen und dann loslassen, was wir nicht mehr brauchen. Um uns das zu ermöglichen, was uns wichtig ist. Die Veränderung in uns selbst beginnt dann von ganz allein. Egal ob Verhaltensweise, schlechte Angewohnheiten oder unser gesamtes Denken. Solange wir aber immer nur nach anderen sehen – ob sie es besser haben als wir oder ob wir ihnen helfen können, gar müssen – vergessen wir, auf uns selbst zu schauen.

Es ist kein Egoismus, auf sich selbst zu schauen. Viel mehr ist es das Verständnis, dass unser Wesen – die Seele – hier auf Erden SEIN kann, weil wir in einen Körper geboren wurden. Ein Körper mit beschränkter Lebensdauer, der gepflegt und erhalten werden sollte. Allein das ist schon unsere Fürsorgepflicht an uns selbst. Wenn wir das im Griff haben, sollten wir unseren Geist erhalten, der in diesem Körper wohnt. Und erst dann können wir ins Außen gehen, um zu helfen. Für andere da zu sein. Und nein, ich nenne das immer noch keinen Egoismus, zuerst auf sich selbst zu schauen, für Stabilität zu sorgen, bevor man für andere da sein will. Es ist reine Wertschätzung an uns selbst, an unser Leben, unser SEIN, wenn wir uns selbst zu unseren besten Freunden zählen. Lebt nicht für andere, wartet nicht auf Menschen, die es WERT sind, es für sie zu tun. Findet eure Selbstliebe, um es allein für euch selbst tun zu können!

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Ein Kommentar zu „13. März … sei dir selbst ein Freund!

  1. Michel de Montaigne schreibt in seinen „Essais“ von der Herzensfreundschaft. In dieser herrsche „eine allgemeine Wärme, die den ganzen Menschen erfüllt und die außerdem immer gleich wohlig bleibt; eine dauernde, stille, feine Wärme, die nicht sengt und nicht verletzt“. Ich denke, das trifft Dein Gefühl, dass zuerst – sich selbst ein Freund zusein -, dazu befähigt, sich für Freundschaften zu öffnen.

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