3. März … auf zu den Narren!

Ich hab es getan! Und Leute, um es mal in der Sprache meines Sohnes zu sagen; es war sooooooo geil! (Sorry für die Ausdrucksweise) 😉

Das Wetter war gestern eher bescheiden, windig, Regen, kalt. Geplant war der wöchentliche Wohnungsputz, bis mein Sohn ein Puzzle von mir fand mit 1500 Teilen. Wollte er unbedingt mal eben zusammenbauen. Natürlich nicht allein. Also haben wir uns drangemacht, das Schloss Neuschwanstein zusammenzupuzzeln. Eine zähe Angelegenheit mit einem neunjährigem, der übelste Konzentrationsschwächen hat aber auch eine geniale Übungssache für ihn. Plötzlich sprang er auf und rief: „Mama, der Faschingsumzug! Der geht gleich los, ich will da hin!“ Stille. Da spricht ein Faschingsmuffel zum anderen Faschingsmuffel und will – zum Faschingsumzug. Was auch immer mich in dem Moment geritten hat; ich stimmte nach kurzem Schweigen zu.

Zu Fuß sind wir in die Stadt rüber, haben uns eine ruhige Ecke gesucht und schon bald kamen die ersten Wagen. Während mein Sohn eifrig Bonbons aufsammelte und mir die Jackentaschen damit vollstopfte, wippte ich zu den wummernden Bässen vorsichtig vor mich hin. Eine Stunde später – es regnete nicht mehr – hatten wir den Schirm zur Bonbon – Tüte umfunktioniert und ich tanzte am Straßenrand zu jedem vorbeifahrenden Partyhit. Was hab ich oft früher getanzt! Manchmal vier, fünf, sechs Stunden in der Disco die Seele aus dem Leib getanzt und dann wieder heimgegangen. Dann kam auch noch der richtige Wagen, Rock vom Feinsten, dem wär ich am liebsten hinterher gerannt…

Nach zwei Stunden sind wir wieder heim, mit einem Regenschirm halbvoll mit Süßigkeiten und einer grinsenden Mutti, die sich still an ihre Jugend erinnerte. Stimmung beim Fasching ist schon toll, ich find nur die Details irgendwie immer anstrengend. Kinderwägen, wo in der Fläschchenaussparung die Bierflasche steht. Eltern, die über die Köpfe ihrer kleinen Kinder den Schnaps in sich reinkippen. Und irgendwie ist ja diese Faschingszeit auch sowas wie eine stillschweigende Vereinbarung, dass es auf sexueller Ebene nur noch Freiwild gibt. Das ist alles nicht meins; jedem das seine, jedem das, was er selbst vertreten kann und mag aber es ist nicht meins. Trotzdem ein schöner kleiner Ausflug, der mich gestern mal ganz kurz noch mal sehr jung gemacht hat. Ist doch nicht das schlechteste, so kurz vor dem nächsten, runden Geburtstag. Ach ja und Tanzen sollte ich unbedingt mal wieder gehen. Mal sehen, wie sich das umsetzen lässt, aber wenn das Leben einen küsst, sollte man tanzen gehen… 😉

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5 Kommentare zu „3. März … auf zu den Narren!

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