2. März … und du dachtest, du kennst mich…

“ You learn a lot about people when they don´t get what they want.“ Unbekannt

Am schlimmsten habe ich das am Vater von meinem Sohn erfahren. Wir kennen uns, seit ich 16 Jahre alt bin. Wir waren Freunde seit meiner Jugend und dann sind wir dieses eine mal zu weit gegangen. Bis heute bin ich da ehrlich, ich wollte kein zweites Kind. Ich hab ihm vertraut, dass er sterilisiert ist; mit dem Arzt, der die OP durchgeführt hat, streitet er bis heute. Was ich als kleines Wunder annehmen und vor allem lieben konnte vom ersten Augenblick an, ist für ihn bis heute ein Dorn im Aug. Als er wusste, dass ich ein Kind von ihm bekomme, da randalierte er nachts um das Haus, in dem ich wohnte. Bedrohte mich mit Anrufen und Schreien damit, mich nach Holland zu verschleppen, wenn er mich nur in die Finger bekomme. Nächtelang brüllte er, wollte mich einschüchtern, beleidigte und beschimpfte mich. Vor Angst, wie ich meinen ersten Sohn beschützen sollte, der ja schon bei mir war, machte ich mich schlau, wie ich am schnellsten ins Frauenhaus kommen würde, so ganz ohne Auto; ich hatte damals keins.

Menschen muss man nicht nur Macht geben, um sie wirklich kennenzulernen. Manchmal genügt es schon, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen. Es ist ja wohl auch zu erwarten, dass wenn man eine Frau schwängert, weil die eigene Sterilisation irgendwie nicht ganz funktioniert, sie das Kind gefälligst wegmachen lässt. Ganz logisch, oder? Und Achtung, für alle, die hier wieder keine Ironie verstehen!!! – es ist NICHT logisch! Nein, ich mein das nicht wirklich so. In meinen Augen ist es mit das dreisteste, was ich je erlebt habe. Immerhin wollte ich selber kein zweites Kind. Und wer zieht es groß? Ich! Allerdings hätte mir diese Erde kein größeres Geschenk machen können, als meine beiden Söhne. Und ich weiß heute, dass mein kleiner Sohn nun mal unbedingt auf diese Welt wollte und sich diesen Weg gesucht hat. Was mich dieses kleine bezaubernde Wesen schon geheilt hat, das ist kaum zurückzugeben, egal wie sehr ich ihn liebe.

So lernt man eben auch Menschen kennen; indem man aufhört zu tun, was sie wollen. Oder erst gar nicht damit anfängt – was den Vorteil hat, dass man sich erst gar nicht in ihnen täuscht. Letztendlich kennen wir einen Menschen nie ganz, auch wenn wir das noch so sehr glauben.

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3 Kommentare zu „2. März … und du dachtest, du kennst mich…

  1. So krasse Verhaltensänderungen können echt überfahrend… schockierend sein. Ich durfte das auch schon erleben. Zum Glück geht das ja auch in die andere Richtung, also im positiven .Ich hoffe, es hat sich bei dem Vater deines Sohnes Dir gegenüber gelegt. Viele Grüße, Jo

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    1. Wir haben schon lange keinen Kontakt mehr, der Vater und ich. Er hat seinen Sohn leider noch nie gesehen, wollte er nicht. Immerhin, bedroht oder dergleichen hat er mich auch nicht mehr. Ich hoffe nur,mein Sohn wird weiter gut damit umgehen können.

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