28. Februar … gehst du schon oder wartest du noch?

„Wie schaffst du das alles nur?“ – diese Frage wird mir oft gestellt. Und ich frag mich dann oft; was denn, was schaff ich denn alles? Ok, ich hab Tage, da dreh ich mich wie ein kleiner Kreisel von einem Termin zum anderen. Dann gibt es Tage, da geh ich nur arbeiten. Und dann gibt es Tage, da plane ich einfach mal gar nichts ein und mach dann letztendlich doch wieder einiges. Letztendlich spielt es für mich keine große Rolle, WAS ich mache. Mir ist nur wichtig, dass ich meine Zeit mit etwas fülle, das sie wertvoll gemacht hat. Immerhin ist es ja meine durchaus wertvolle Lebenszeit.

Aber was schaff ich denn nun alles? Schaff ich wirklich mehr als andere? Und warum? Nun, ich möchte noch immer vorwärts kommen in meinem Leben und ich bin bereit, dafür was zu tun. Nicht alles, aber mindestens das, was dafür nötig sein wird, es zu erreichen. Dafür lebt mein Ehrgeiz. Ich bin halt nicht wie die Menschen, die alles haben wollen, aber nichts dafür tun. Die immer wieder sagen, wo sie hinwollen und sich für ihr Ziel an die nächste Haltestelle setzen und auf den Bus warten. Egal wo ich bisher in meinem Leben hin wollte; ich hab mir den Weg raus gesucht und bin ihn gegangen. Zu Fuß. Allein. Ohne jedem zu erzählen, wohin ich will und wie toll das wird. Ich hab viel Vertrauen in diese Welt, manchmal auch Hoffnung, aber ich werde mich nie komplett alleine darauf verlassen, dass sie mich ans Ziel bringen. Ich weiß nur, dass sie das tun werden, wenn ich selbst bereit war, mein mögliches dafür zu tun.

Letztendlich ist es Eigenverantwortung; wir ganz alleine sind für uns selbst verantwortlich. Nicht andere, die uns weh getan haben, allein gelassen haben, nicht verstehen wollen. Ganz ehrlich; hätte ich mich damals gefragt, warum ausgerechnet ich zwei Kinder haben muss und das alles alleine machen soll; warum ausgerechnet ich Krebs habe (hatte) und ein behindertes Kind betreuen muss, dann wären wir längst nicht hier, wo wir jetzt stehen. Hätte ich mich nicht dazu entschieden, meine Kinder zu lieben, wie sie sind – egal woher sie kommen und ob sie geplant waren – wären wir auch noch ganz unten. Meine Krankheit war für mich ein Grund, meine Lebensweise zu überdenken. Mein behinderter Sohn ist für mich meine größte Lernaufgabe. Ganz ehrlich; behinderte Menschen haben mir immer Angst gemacht. bis mein Sohn zu mir fand. Heute klingt das schon fast krank in meinen eigenen Ohren…

Wie schaff ich das alles? Zuallererst; ich will es. Und als nächstes; ich tu was dafür! Und allgemein; ich glaub an mich! Mehr ist das nicht. Das kann jeder; jeder, der wirklich was erreichen will und nicht darauf wartet, dass alles von allein geschieht…

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