9. Februar … zu schwach für diese Welt…

Manchmal frage ich mich, was auf dieser Welt los ist. Kommt es mir nur so vor oder gehen besonders die liebsten Menschen an dieser Welt kaputt? Am Leben, an der Wirklichkeit. Was haben sie gemeinsam, was macht sie zu schwach für den täglichen Wahnsinn? Ich war 15 Jahre alt, als ich das erste mal einem Menschen begegnete, der dabei war, am Leben zu zerbrechen. Ein junger Mann, herzensgut, sanft, so schön in seiner Seele. Jahre war ich hilflos in seiner Nähe und sah ihm regelrecht zu, wie er zugrunde ging. Jeden Tag ein Stück mehr, unaufhaltsam. Betäubt hat er seinen für ihn unerträglich gewordenen Alltag irgendwann mit Drogen. Von dem Gift hat er sich nie mehr ganz erholt. Irgendwann ist sein Verstand einfach nicht mehr klar geworden. Ob es ihm jetzt besser geht, die Welt für ihn erträglich geworden ist; ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass mir der Mensch, der er einmal war, bis heute fehlt…

Seither begegnen mir immer wieder Menschen, die in der Wirklichkeit nicht mehr bestehen können. die Auswege suchen in Drogen und Alkohol. Ich hab das auch mal probiert, ist lange her und ich hatte Glück; die Kontrolle über mein Leben zu verlieren hat mir damals mehr Angst gemacht, als es nüchtern durchzustehen. Und spätestens als mein Vater starb, war mir klar; der Weg, das Leben im Rausch meistern zu wollen, ist kein guter und vor allem kein gesunder.

Ich wünsche jedem, der irgendwann an dem Punkt ankommt, an dem sein Leben für ihn scheinbar zu schwer wird; lasst euch helfen! Steht das nicht alleine durch. Nur weil man Angst vor dem Fallen hat, sollte man nicht einfach gleich am Boden bleiben, um nicht mehr fallen zu können. Manchmal ist das Leben ganz schön hart, manchmal ist es sogar richtig beschissen. Aber wenn wir den Glauben aufgeben, dass es auch gute Momente, vielleicht sogar Zeiten geben wird, dann wird sich auch nichts mehr ändern. Das Leben ändert sich nicht, wir können es aber verändern. Das kostet manchmal Kraft und Mut, aber es lohnt sich. Es lohnt sich für jeden Moment, in dem uns die Welt perfekt erscheint und das Glück uns leise küsst. Wir müssen nur lernen, zu erkennen, wann es soweit ist…

 

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