27. Dezember … machs gut, war nett mit dir!

Habt ihr euch auch in letzter Zeit mal Gedanken gemacht, was sich nächstes Jahr so ändern oder bessern soll? Und lasst ihr auch ein wenig das Jahr, welches in wenigen Tagen vorbei sein wird, noch mal Revue passieren? Seid ihr zufrieden, habt ihr erreicht, was ihr erreichen wolltet?

Ich nehm mir Ende des Jahres immer einen Abend lang Zeit, leg mich entspannt hin, schließ die Augen und geh das Jahr noch mal durch. Im Februar hab ich mir leise, aber ein wenig stolz auf die Schulter geklopft; ein Jahr lang war ich da jetzt schon ein freier Mensch. Frei von Ängsten, von meiner Vergangenheit, meinen letzten Dämonen, der Knechtschaft meiner eigenen Gedanke… Im März feierte ich meinen Geburtstag und nahm still zur Kenntnis, dass es der letzte war, bevor ich 40 werde. 40! Dass ich das noch erleben darf! Vierzig Jahre sind viel, wenn man sein halbes Leben nur sterben wollte… Im Frühjahr gab es ein „neues“ gebrauchtes Auto, unser 23 Jahre alter Twingo musste leider langsam weichen. Das gab viel Tränen bei den Jungs, sie hingen an unserem „Bautzi“ sehr. Inzwischen haben wir uns an den Polo gewöhnt; er hat seine Macken aber die haben wir auch… Der Sommer war mega, viel Sonne, viel Hitze, viel Schwimmbad mit den Kindern. Auch im Wald waren wir oft, mein Ruheort, mein Balsam für die Seele. Urlaub gab es dieses Jahr nicht, das Geld reicht halt nicht für alles… Die letzten beiden Monate des Jahres war ich nicht mehr fit. Die Wehwehchen wurden immer mehr, bis ich mich aus der Arbeit ausgeklinkt habe und drei Wochen daheim blieb. Ich muss lernen, mehr auf meinen Körper zu hören; er kennt die ein oder andere Grenze besser als ich…

Alles in allem bin ich zufrieden. Vielleicht muss ich manchmal ein wenig langsamer machen, mir öfter eingestehen, dass ich auch nur ein kleiner Mensch bin und nicht jünger werde. Es war kein schlechtes Jahr und wenn ich weiter lerne, die kleinen Dinge im Leben dankbar anzunehmen, dann sind die Chancen gut, dass auch das kommende Jahr gut wird.

Manchmal ist alles, was wir brauchen, die Erkenntnis; wir werden im Leben immer klagen können, dass es schöner und besser sein könnte. Wir können aber auch lernen, in Liebe und Dankbarkeit anzunehmen, was das Leben uns schenkt. Und uns von Zeit zu Zeit erinnern, dass es in vielen Dingen mit Sicherheit schlimmer sein könnte…

 

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