10. Dezember … träumst du noch oder lebst du schon?

„Aus einem „bald“ sollte man viel öfter ein „jetzt“ machen, bevor ein „nie“ daraus wird.“

Kennt ihr diese Facebook – Sprüche? Ich find die meisten davon ja eher schrecklich. Den oben hat mir letzte Nacht jemand geschickt. Auslöser dafür war wohl eine kleine Diskussion gestern; wir hatten schon lange vor, mal zu telefonieren, es ist aber bisher nie dazu gekommen. Wenn ihr mich fragt; es wird seine Gründe haben, warum das bis jetzt nicht statt gefunden hat. Darüber muss man weder diskutieren noch nachdenken.

Woran ich letzte Nacht viel gedacht habe, ist ein Freund, bei dem ich mich schon lange nicht mehr gemeldet habe. Jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr schreib ich ihm. Den Rest des Jahres ist es ganz verschieden, ob man voneinander hört oder nicht. Wir kennen uns inzwischen über elf Jahre. Früher hatte ich ein kleines Poster von ihm in meiner Wohnung hängen. Mein Bruder hatte mich mal gefragt, wer das sei. Er würde wie ein Rockstar aussehen, ob man den kennen muss.

Und so erzählte ich ihm von Alex; dass er tatsächlich Rockmusiker ist, in Deutschland aber nicht so bekannt wie in anderen Ländern. Wir haben mal sehr viel Zeit miteinander verbracht, bevor ich Kinder hatte. Ich weiß noch, dass wir manchmal die ganze Nacht telefoniert haben oder zumindest SMS schrieben. Und das, obwohl er grade an einem Album arbeitete und dieses dann tatsächlich zu spät raus kam, weil er nicht fertig wurde. Kurz bevor mein erster Sohn geboren wurde, riss unser Kontakt ab.

Erst zwei Jahre später war er plötzlich wieder da. Wir telefonierten jeden Abend und er plante, mich zu besuchen. Und dann erzählte er mir von seiner Ex-Frau und warum diese Ehe nicht funktioniert hatte; er war nie daheim gewesen, hatte nie Zeit gehabt und seine Frau sei an die Kinder gebunden gewesen. Er hatte sich geschworen, sowas nie wieder zu wollen; Frau und Kinder daheim sitzen lassen wegen seiner Musik. Und da er seine Musik nicht aufgeben wird, käme eben keine Frau mehr in Frage, die ein Kind hat oder eines will.

Und plötzlich wurde er ganz wehmütig, schwelgte in seinen Erinnerungen an unsere Zeit und sagte plötzlich: „Gott, war ich mal verknallt in dich!“ und „Ich hab dich so geliebt und vermisst.“ Er erzählte mir, dass er damals, als unser Kontakt abgerissen war, nach Neuseeland gegangen war. Er hatte sich nie getraut, mir zu sagen, dass er mich liebt und als ich schwanger wurde, war ihm klar, dass es für ihn jetzt keinen Sinn mehr machen würde und brachte viel Abstand zwischen uns. Ich musste schmunzeln, während er redete. Immerhin liebte ich ihn noch immer, hab mich aber nie getraut, unseren Zauber, dieses unbeschreiblich Magische zwischen uns, kaputt zu machen. Ich hatte Angst, er würde mir nie glauben, dass ich ihn liebe und nicht das, was er macht.

Wir hatten damals darüber gesprochen, ob ich in seine Nähe ziehe. Wir hätten uns dann öfter sehen können; ich verwarf diesen Gedanken und wurde still. Ich nahm den Zauber und die Magie, die uns all die Jahre umgeben hat und packte ihn sachte darin ein. Sein Bild hängte ich mir auf als kleines Mahnmal; wenn wir einen Traum haben, ein Ziel oder etwas, das wir lieben, dann sollten wir niemals zögern, alles dafür zu tun, um es zu erreichen. Wir können versagen, vielleicht scheitern aber wir haben absolut keine Chance, wenn wir es nie versucht haben! Nicht irgendwann, bald, eines Tages, sondern jetzt! Schlimmstenfalls erfahren wir dann, dass es leider nie so sein wird, wie wir es uns vorgestellt haben. Aber vielleicht, vielleicht geht ja auch einfach nur ein Traum in Erfüllung – wir werden es nur erfahren, wenn wir den Mut dazu hatten, es zu versuchen!

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8 Kommentare zu „10. Dezember … träumst du noch oder lebst du schon?

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