21. November … weil ich dich lieb, so wie du bist!

So, heute bin tatsächlich mal ich dran; es geht zum Chirurgen, heute hoffentlich endlich der richtige.Dass der Meniskus wieder kaputt ist gilt ja schon als sicher. Die Frage ist ja nur, wie sehr ist er kaputt und bekomm ich den netten Chirurg wieder dazu, das ambulant zu operieren? Wenn ich nicht spätestens abends wieder daheim bin, ist für meinen Großen Polen offen. Da steht ihm irgendwie seine Behinderung im Weg, mir zu vertrauen; wenn ich sag, ich komm wieder, dann komm ich wieder! Selbst der Elternabend in der Schule wird da zum Problem. Er brüllt so lange, bis ich zurück bin. Also, einmal bitte Daumen drücken, damit alles so laufen kann, wie es für uns am besten wäre!

Nachmittag geht es noch zum Meeting in die Arbeit. Offiziell. Inoffiziell wird das wohl wieder „den Anschiss von ganz oben abholen“. Als Dankeschön, dass man jeden Tag, an dem man keine Termine hat, der Arbeit zur Verfügung stellt. Ich glaub, ich könnte jetzt den Blog hier bis Ende des Jahres mit Vorfällen aus meiner Arbeit füllen; Fakt ist, ich werde es sicher nicht tun. Es würde nichts ändern, außer dass ich wohl noch mehr auf den Keks bekomme.

Manches muss man halt hinnehmen. Und mit Geduld aussitzen, bis sich was besseres findet. In einer anderen Situation wäre ich wohl längst weg und hätte mir andere Arbeit gesucht. Aber ein behindertes Kind macht unflexibel und man muss (erst mal) nehmen, was man bekommt. Ich mach ja nicht umsonst für viel Geld nebenbei Schule. Manchmal schon traurig, wie viel dafür getan wird, dass ein behindertes Kind im Heim ohne Probleme betreut werden kann. Es aber keine Unterstützung dafür gibt, sein Kind bei sich Zuhause in der eigenen Familie groß zu bekommen. Da versagt der Staat, da versagen viele, wenn ihr mich fragt. Dafür gibt es Fachpersonal, die kommen im Heim dann schon klar mit meinem Sohn. Mutterliebe wird da wohl überbewertet. Oder liebt dieses Fachpersonal dann meinen Sohn, so wie ich ihn liebe? Und zeigen sie es ihm auch, so wie ich es ihm zeige? Besonders dann, wenn er es am wenigsten verdient hätte? Seht ihr, deswegen ist mein behinderter Sohn Zuhause bei Mutti. Und da wird er auch bleiben, auch wenn das für mich bedeutet, erst mal für Mindestlohn jobben zu gehen…

IMG_1807 (2)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s