16. November … darf ich vorstellen; ich bin du!

„Der Mensch besieht sein Spiegelbild nicht im fließenden Wasser, sondern im stillen Wasser. Nur Stille kann alle Stille stillen.“ Dschuang Dsi

Wir können uns die Mühe machen, unser Spiegelbild im sprudelnden Wasser zu erkennen; schaffen werden wir es nie! Wer sich also selbst sehen – und vor allem erkennen möchte – der wird sich stilles Wasser suchen müssen. Wenn wir selbst ganz leise werden; uns nicht mehr austauschen müssen zwecks Information oder Bestätigung; nicht mehr nach dem Weg fragen müssen weil wir unserem Herzen vertrauen, dass es ihn kennt; nicht mehr fürchten, dass wir in der Stille der Einsamkeit begegnen, sondern mit Freude darauf warten, uns selbst zu begegnen! Wenn wir diesen Schritt wagen, leise werden und in die Stille lauschen, dann werden wir irgendwann uns selbst hören. Unser Herz, unsere Seele, unseren Puls.

Vielleicht sind das letztendlich unsere zwei Möglichkeiten in diesem Leben; wir folgen anderen, damit wir nicht selbst entscheiden müssen, wohin die Reise geht und außerdem sind wir dann nicht so allein. Oder wir bleiben ganz bei uns selbst, lernen unsere eigene Sprache verstehen und folgen – wenn überhaupt – allein unserem Herzen.

Und ja, ich verstehe heute mehr denn je Menschen, die nicht allein sein wollen oder können; in der Stille müssen sie immer fürchten, sich selbst zu begegnen. Manche sind dafür wohl noch nicht bereit. Ich war es übrigens auch nicht…

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