15. November … durch die Hölle geht es da lang…

Mich berührt es immer ein wenig, wenn jemand einen weinenden Smiley unter meinen Blog setzt oder mir mitteilt, wie leid es ihm tut, was da passiert ist. Es tut gut, zu wissen, dass man auf dieser Welt nicht allen egal ist. Dass es Menschen gibt, die nicht nur mit einem lachen, sondern auch und besonders dann da sind, wenn man weint.

Ich möchte nicht Therapeut werden, weil ich die Welt retten will und zu den Menschen gehöre, die jedem helfen wollen. Auch habe ich nicht vor, der Vorzeige – Therapeut zu werden, der stur nach Vorgabe die passende Schablone für einen Menschen aussucht, um ihn reinzupressen und einen Namen für eine Diagnose zu haben. Alles, was ich mir wünsche, ist, zu heilen! Menschen von sich selbst zu heilen, ihr inneres Kind zu heilen. Nicht, weil ich es kann oder Geld dafür bekomme, sondern weil ich mit all meiner Überzeugung sagen kann; ich verstehe!

Ich selbst war als Kind das erste mal beim Psychologen. Und als feststand, warum ich meiner Mutter das Leben schwer machte, wurde nichts besser. Ich fühlte mich nicht geliebt, auch nicht von meiner Mutter, geschweige denn von meinem Vater. Meiner Mutter gefiel dieses Ergebnis nicht besonders und meine Therapie wurde schnell abgesetzt. Was mir meine Kindheit und Jugend hätte retten können, wäre der Rat gewesen; lerne die Liebe zu erkennen! Denn heute weiß ich, meine Mutter hat mich immer geliebt, auch wenn sie mich nie in den Arm genommen hat. Sie hat sich über zwanzig Jahre an ein Haus gebunden, in dem sie uns alle großgezogen hat. Hat verzichtet, hat sich gekümmert, hat uns nahezu alles ermöglicht. Hätte mir damals jemand gesagt, dass das durchaus auch eine Form von Liebe ist, wäre es mir wahrscheinlich besser gegangen.

Letztendlich habe ich mir selbst geholfen, habe mich selbst befreit von alten Fesseln und schmerzenden Wunden. Und habe gelernt, dass man das alte Ich sterben lassen muss, um zu einem neuen Ich zu gelangen. Ich kann zwar niemanden an die Hand nehmen und ihm sagen: „Komm, ich kenn den Weg, ich zeig ihn dir!“, denn den Weg aus seiner eigenen kleinen Hölle muss jeder selber finden und gehen. Aber ich kann manch einem sagen: „Ich weiß, wie schwer es ist, wie mühsam, wie weit; aber es lohnt sich, komm da raus!“

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