14. November … manchmal muss man sich vor sich selbst retten…

Habt ihr euch schon mal dabei erwischt, als ihr euch selbst gefragt habt, was ihr da macht? Und erschrocken stellt ihr fest, dass ihr grade dabei seid, euch selbst zu zerstören, euch schlechtes zu tun und zu schaden? Klar, der einfachste Weg dahin sind Drogen und Alkohol oder schlicht die Entscheidung, bei einem Menschen zu bleiben, der einen physisch oder psychisch – schlimmstenfalls beides – kaputt macht. Aber was, wenn wir dafür gar niemanden brauchen und das ganz alleine hinbekommen? Wir töten unser Herz, indem wir unerwiderte Liebe nähren; wir töten unseren Verstand, indem wir andere daran zweifeln lassen; wir töten unsere Seele, indem wir sie ignorieren und zulassen, dass andere darauf rumtrampeln. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich selbst zu verletzen oder gar zu zerstören.

Ich selbst habe jahrelang intensiv, sowohl meinen Körper als auch meinen Geist zerstört. Wenn mich diese Welt taub gemacht hat und unfähig, noch irgendwas zu fühlen, dann hab ich mit einem Messer so lange meine Arme aufgeschnitten, bis der Schmerz endlich kam. Das Blut war mir dabei völlig egal, ich wollte nur diesen süßen Schmerz fühlen, der mich wieder „lebendig“ machte. Und manchmal hab ich bis an die Grenzen meiner selbst gehungert. Nicht, weil ich mich mit meinem damaligen Untergewicht dick gefühlt habe, sondern weil ich mit dem Hunger die Leere in mir besser spüren konnte.

Womit man sich sehr gut selbst foltern kann ist ja die Liebe. Man suche sich einen Mann, stelle fest, dass er nicht interessiert ist und dann gebe man ihm all seine Liebe, bis es weh tut. Wozu? Weil es einem inzwischen egal ist, wem man all diese Gefühle gibt, die in einem sind und die drohen, einen platzen zu lassen weil es zu viele geworden sind. Man muss sie nur los werden, bevor sie überquillen und da man sich selbst noch nicht liebt, muss man sie jemand anderem geben. Und das alles nur, weil man das Gefühl hat, selbst noch nie geliebt worden zu sein. Zumindest nicht so, dass man es fühlen und verstehen konnte.

Mein Weg da raus war Selbstachtung; mich selbst zu achten und zu ehren. Mit mir selber respektvoller umzugehen. Das Verstehen, dass uns allen hier auf Erden das gleiche zusteht, niemand dafür oder darum kämpfen muss; man muss nur bereit sein, es zu bekommen und zu geben. Und vor allem; wir müssen es uns selbst erlauben. Uns eingestehen, dass auch wir es verdient haben, geliebt zu werden. Am besten fangen wir selbst damit an…

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