3. November … auch wenn alles vergeht, die Liebe bleibt…

Jetzt ist er angekommen, der wahrhaftige Herbst. Vergänglichkeit küsst unsere Natur und sieht ein wenig aus wie Sterben. In wunderschönen leuchtenden Farben das letzte Laub; bis der nächste Wind auch das mitnimmt. Nachts wird es jetzt schon ganz schön kalt und morgens verdeckt Nebel das Land… Ich mag die Stimmung; ein wenig traurig, ein kleiner Abschied, das leise Sterben eines Sommers und doch die Gewissheit im Herzen, dass all das wieder kommt im nächsten Jahr. Und davor geht es in die absolute Stille.

Weihnachten, das Fest der Liebe – für mich nur noch der Weg zu mir selbst. Solange Menschen die Liebe nicht verstehen, solange bringt es nichts, sie zu feiern. Liebe fängt in keiner guten Tat an oder in der Zuneigung für jemanden. Liebe fängt in unserem eigenen Herzen an. Doch warum lieben die meisten Menschen? Weil sie so viel Liebe in sich tragen und nicht wissen, wohin damit. Mein ganzes Leben hatte ich diese Stimme in mir, die immer wieder sagte „Ich liebe dich!“ und immer wieder machte ich mich auf den Weg, den Menschen zu finden, dem das galt. Wen liebte ich? Wo war er? Heute weiß ich, welch Irrtum das war und wem dieses „Ich liebe dich“ galt; mir selbst. Und wenn wir diese Liebe – bedingungsloses Annehmen seiner selbst – verstehen und leben können, dann können wir auch da raus gehen und sie teilen. Dann sind wir aber auch genauso fähig, mit uns selbst allein zu sein, unsere eigene Stille zu ertragen; dann können wir allein sein, ohne je die Einsamkeit zu spüren…

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