30. Oktober … gönnen können…

„Warum gönnst du ihm das, er gönnt dir doch auch nichts!“ Grade mit meinem großen Sohn drüber gesprochen, warum sein kleiner Bruder manchmal mehr als eine Stunde Minecraft am Tag spielen darf. Meine schlichte Antwort: “ Weil es ihn glücklich macht.“ DAS ist nun mal im Moment mit sein größtes Glück, warum nicht gönnen? Gestern hat er von sich aus gesagt, dass er nicht spielt; er müsse auch mal eine Pause machen und was anderes spielen. Und dann hat er mit seinem Bruder und den Matchboxautos gespielt, obwohl er das hasst! Warum? Weil er weiß, dass es seinen Bruder glücklich macht.

Manchmal glaube ich, mein Kleiner hat verstanden, worum es geht; leben und leben lassen! Und nicht nur auf sein eigenes Glück schauen, sondern auch nach dem der Anderen. Denn alles, was wir tun, kehrt irgendwann zu uns zurück.

Und dann kommt der Große und fragt ungläubig „Warum gönnst du ihm das?“ Warum? Weil ich ihn liebe. Weil ich ihm jedes Glück auf dieser Welt gönne; und wenn sein Glück grade Minecraft spielen ist, dann soll er es tun. Auch wenn ich dann in den Augen vieler eine schlechte Mutter bin. Ihn bei schlechtem Wetter manchmal länger spielen lass als die erlaubte Stunde. Wenn ich ihn Lächeln seh und er mir stolz berichtet, was er geschafft hat und dann bestaune ich die Bauwerke, welche er da ganz allein errichtet; dafür gelte ich gerne als schlecht. Und auch wenn mein kleiner Giftzwerg mich manchmal ordentlich nervt; ich werd nie aufhören, ihm Schönes zu gönnen. So, wie ich nie angefangen habe, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Wir belohnen niemandem, indem wir das tun, was andere tun. Aber wir ernten, was wir säen…

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