15. September … ich häng mein Schwert an den Nagel…

„Das Geheimnis der Veränderung ist, alle Energie nicht auf die Bekämpfung des Alten zu legen, sondern auf den Aufbau des Neuen.“ Sokrates

Wie oft hört man, dass jemand kämpft, bis zum bitteren Ende kämpft. Und wie müde die meisten sind davon, wie verletzt viele sind und wie verbittert sie stehen bleiben und nicht aufgeben wollen. Und ich erinnere mich an die Zeit, in der ich es nicht anders gemacht habe. Wie oft hatte ich meinen Schild verloren und stand wehrlos auf dem Schlachtfeld? Und statt zu gehen, blieb ich erst recht – noch trotziger – stehen und brüllte nach dem Gegner. Und wie oft hat man mich entwaffnet und statt aufzugeben, ging ich mit bloßen Fäusten zum Feind. Ich kann noch heute die Narben zählen aus diesen Tagen und wenn ich die Augen schließe, kann ich auch ihren Schmerz noch fühlen. Er verschwindet, wenn ich die Augen wieder aufmache und was bleibt, ist ein Lächeln. Das Lächeln eines Wissenden, der begriffen hat, dass man um nichts, aber auch gar nichts kämpfen muss.

Letztendlich muss man herausfinden, was man eigentlich bekämpft. Wen. Wogegen. Und wird dabei immer auf die gleiche Antwort stoßen; sich selbst. Wir bekämpfen nur uns selbst, gegen uns selbst, mit uns selbst. Und wir werden solange keinen Frieden finden, bis wir ihn zulassen. Bis wir gelernt haben, dass wir eher das erreichen, woran wir glauben, als das, worum wir kämpfen. Immer wieder hört man, dass Menschen um Liebe kämpfen. Und das ist ja der Widerspruch in sich. Darum kämpfen, geliebt zu werden? Am besten bewaffnet? Was hat Liebe mit Krieg zu tun? Das ist wie die heiligen Kreuzzüge; was hat die angeblich nie endende Liebe Gottes mit Krieg zu tun? Niemand kann darum kämpfen, geliebt zu werden. Niemand. Wir können nur bereit dafür sein; sind wir es nicht, werden wir dagegen ankämpfen. Gegen uns selbst. Gegen unsere eigene Liebe. Und letztendlich gegen unseren Verstand.

Also wenn ich euch Kriegern da draußen einen Rat geben darf; legt eure Rüstung ab, hängt euer Schwert an die Wand und umarmt euch endlich selbst. Ihr habt es verdient, geliebt zu werden; von euch selbst…

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