8. September … was ist denn da los?

In letzter Zeit frage ich mich immer mehr, was auf dieser Welt nur los ist. Da spalten sich die Menschen in rechts und links und weichen keinen Millimeter mehr von ihrer Position ab. Schlagen sich zur Not die Köpfe ein, um klar zu machen; hier steh ich, hier bleib ich stehen. Bist du rechts, bist du Nazisau. Bist du links, bist du dummer Gutmensch. Steht man irgendwo dazwischen, dann ist dir dein eigenes Land egal…

Es gibt kranke und gesunde Menschen. Am schwersten haben es oft die, die Krankheiten haben, die keiner sieht. So ein Burnout oder Depression ist unsichtbar. Also, was fehlt Ihnen denn? Das ist ein wenig so wie bei meinem Sohn: „So behindert sieht der gar nicht aus!“ Da entsteht die Frage; schon mal einen Geist gesehen? Nein? Siehste, so eine geistige Behinderung sieht man nun mal nicht. Dummheit übrigens auch nicht… Und die gesunden Menschen beschweren sich, dass sie immer arbeiten gehen müssen, mit Sozialabgaben so viele Menschen durchfüttern, kaum Zeit haben, um vernünftig das Private ausleben zu können. Und die Kranken, die wären gern gesund, um arbeiten gehen zu können. Dann würde das Geld auch eher reichen, um vernünftig leben zu können und man müsste nicht immer jedem erklären, warum man „faul“ daheim sitzt…

Und dann sind da die jungen Leute, die wenig Bock haben auf Kultur, Tradition, Werte. Dafür umso mehr auf Party, Technik und rasanten Fortschritt. Die Jungen verstehen die Werte der Alten nicht und die Alten können oft dem Fortschritt nicht mehr folgen. Die einen haben viel zu viel Zeit, während die anderen eilen und hasten, um voran zu kommen, noch mehr Geld zu verdienen, noch schneller leben zu können. Und wenn so ein Rentner an der Kasse mal wieder länger braucht beim Geld zählen, dann regt sich manch Junger schon mal drüber auf…

Selbst die Liebe ist davor nicht gefeit. Da sind die, die es „richtig“ machen; ein Männlein und ein Weiblein, am besten noch mit Kind. Was in mancher Augen gar nicht geht ist ein Männlein und ein Männlein oder Weiblein mit Weiblein. Das finden manche ekelhaft, sonderbar, nicht normal. Ich persönlich finde es ja sonderbar, wenn man die Liebe nicht versteht. Die fragt nicht, die ordnet nicht, die kennt kein System; die ist einfach. Und wenn wir lernen würden, viel weniger darüber nachzudenken und es der Liebe viel mehr nachzumachen, dann wäre die Welt ein besserer Ort. Dann würden wir alle nur sein, jeder so wie er ist. Dann würde es kein links oder rechts geben, sondern nur ein miteinander. Kein jung und alt, sondern nur die, die die größten Lehren hinter sich haben und davon erzählen können und die, die von Erfahrung lernen könnten und noch wachsen müssen. Und die Liebe wäre weder falsch noch richtig. Sie wäre einfach nur das, was sie sein darf; das schönste, was Menschen miteinander verbinden kann.

Und deshalb frage ich, was ist denn los da draußen? Wer da draußen will denn entscheiden, was richtig und was falsch ist? Wem was gehört? Welches Recht wer hat? Bevor wir da raus gehen, um andere zu beurteilen – zu verurteilen – sollten wir uns selbst fragen; bin ich richtig? Bin ich korrekt? Bin ich besser? Oder wir hören endlich damit auf, zu urteilen; weder über uns selbst, noch über andere. Und machen das einzige, was wirklich wichtig ist; SEIN. Und wo wir hinkommen, ein wenig Liebe hinterlassen. Egal für wen…

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