7. September … ein Licht gegen Einsamkeit…

Dadurch, dass ich ja immer bei meinen Kindern – speziell meinem Großen – sein muss, bin ich abends immer daheim. Wodurch es wiederum in den letzten Jahren dazu kam, dass ich mehr im Internet unterwegs bin, auch in verschiedenen Foren. In einem davon ist eine Gruppe entstanden; „Helfen und Schenken“. Manchmal wird dort um gebrauchte Kleidung gebeten, um einfache Dinge. Und es kommt vor, dass am Ende des Monats um einen kleinen Penny – oder Rewe – Gutschein gebeten wird. Weil das Geld einfach nicht mehr reicht, um sich was zu Essen zu holen oder – für manche sogar noch schlimmer – die Katze zu versorgen. Ein schönes und liebes Miteinander herrscht dort und ich bin eher der stille Mitleser, habe dort noch nie um Hilfe bitten müssen. Ich konnte schon aushelfen und die Portokosten übernehmen und einmal habe ich einen Gutschein verschickt. Eben so, wie es grad ausging für mich. Uns fehlt es zwar an nichts aber haushalten müssen wir auch, damit es immer reicht.

Was mich berührt, ist, wenn dort Menschen ganz leise und vorsichtig nachfragen, ob ihnen denn jemand eine Karte zum Geburtstag schreiben könnte. Damit sie auch eine Kleinigkeit erreicht und sie sich freuen können. Ich mein, ich bin Einzelgänger, gewollt, aber am Geburtstag denkt immer jemand an mich. Es erschreckt mich, dass immer mehr Menschen vereinsamen. Durch Krankheit, Frührente, Arbeitslosigkeit oder auch, weil sie aufopfernd ihre Angehörigen pflegen. Wenn man da unflexibel wird oder eben finanziell nicht mehr überall dabei sein kann, ist man da schnell im Abseits und allein. Was mir im Alter wahrscheinlich auch bevorstehen wird, was mir aber keine Angst macht. Ich hab ja gelernt, allein zu sein. Aber ich weiß auch, wie weh das tut, wenn man nicht gern allein ist. Wenn einem die Einsamkeit zu laut wird. Wenn man sich im Stillen immer wieder fragt, warum man vergessen wurde und wann sein Wert verloren ging, um irgendwem noch etwas zu bedeuten. Am schlimmsten war für mich immer, wenn man rundum Nachbarn hat, viele Nachbarn. Und doch immer allein ist, inmitten von Menschen. Selbst in einer Großstadt, unter hunderten, tausenden, gar Millionen Menschen fühlt man sich einsam. Und vor allem dort spürt man es besonders.

Wenn bei mir abends mein Lichtlein manchmal brennt – eine kleine Kerze in der Hand eines Engels – dann brennt sie für jeden Mensch in meinem Herzen und jeden, der da draußen einsam ist. Und so ein Licht pack ich jetzt ein und schick es der Dame, die sich eine Kleinigkeit zum Geburtstag wünscht. Ich schick ihr ein Licht für dunkle Zeiten, schwarze Momente, gegen die Einsamkeit. Und das wünsche ich jedem da draußen; ein Licht in der Dunkelheit, das dir leuchtet, das dich heimbringt, das dir einfach nur sagt; du bist nicht allein…

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